18 Monate ohne S11: Bergisch Gladbach steht vor Bahn-Chaos ab 2030
Pendler in Bergisch Gladbach müssen sich ab Ende 2030 auf eine längere Unterbrechung ihres Bahnverkehrs einstellen. Die Linie S11 wird für bis zu 18 Monate komplett gesperrt, um umfangreiche Modernisierungsarbeiten durchzuführen – darunter der Bau eines zweiten Gleises und die Erweiterung von Bahnhöfen. Diese Maßnahmen sind seit langem überfällig: Anwohner fordern Verbesserungen bereits seit über 15 Jahren.
Die S11 wird zwischen dem vierten Quartal 2030 und dem ersten Quartal 2032 durchgehend nicht verkehren. Die Sperrung dauert damit eineinhalb Jahre und fällt länger aus als ursprünglich geplant. Der verlängerte Zeitrahmen ist notwendig, um zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Dellbrück das zweite Gleis zu verlegen.
Auch der Bahnhof Bergisch Gladbach selbst wird aufgewertet: Zusätzliche Bahnsteige sollen künftig einen zuverlässigeren 10-Minuten-Takt ermöglichen. Bürgermeisterstellvertreter Ragnar Migenda hat den Zeitplan bestätigt, ein genaues Fertigstellungsdatum steht jedoch noch nicht fest. Bereits vor der Großsperrung sind für die Jahre 2026, 2027 und 2029 kürzere Unterbrechungen vorgesehen, um ein digitales Stellwerk zu installieren und Brückenarbeiten durchzuführen.
Die Deutsche Bahn hat noch keine konkreten Ersatzverkehrskonzepte für die Sperrphase 2030–2032 vorgelegt. Die detaillierte Planung läuft noch, sodass Pendler derzeit nicht wissen, wie sie während der Bauarbeiten zur Arbeit gelangen sollen.
Ziel des Projekts ist es, die Kapazitäten und die Taktfrequenz der Bahn in Bergisch Gladbach deutlich zu verbessern. Die lange Vollsperrung wird den Alltag der Pendler jedoch zusätzlich belasten. Wann der reguläre Bahn-Betrieb wieder vollständig aufgenommen wird, steht bisher noch nicht fest.
