09 May 2026, 16:08

70.000 Euro im Gepäck: Zwei Niederländer scheitern beim Schmuggelversuch nach Irak

Deutscher Geldschein von 1923 mit 'Einhundert Millionen Mark' darauf gedruckt.

70.000 Euro im Gepäck: Zwei Niederländer scheitern beim Schmuggelversuch nach Irak

Zwei arbeitslose Niederländer sind am 21. April 2025 bei dem Versuch aufgefallen, 70.000 Euro in bar von Deutschland in den Irak zu schmuggeln. Der Vorfall ereignete sich während einer routinemäßigen Sicherheitskontrolle durch die Bundespolizei, die zu weiteren Ermittlungen durch die Zollbehörden führte.

Die beiden Männer, 35 und 36 Jahre alt, reisten mit drei weiteren Erwachsenen und einem Kind, als sie für eine Sicherheitsüberprüfung angehalten wurden. Anschließend wurden sie an Zollbeamte übergeben, die bei einer Geldkontrolle das nicht deklarierte Bargeld entdeckten. Der 36-Jährige trug 50.000 Euro in einer Umhängetasche bei sich, während der 35-Jährige 20.000 Euro in einer anderen hatte.

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Nach deutschem Recht müssen Reisende, die mit 10.000 Euro oder mehr Bargeld ein- oder ausreisen, den Betrag beim Zoll angeben. Diese Regelung dient der Bekämpfung illegaler Geldbewegungen im Zusammenhang mit Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und anderen Straftaten. Zwar darf Bargeld weiterhin ohne vorherige Genehmigung mitgeführt werden, doch kann die Nichtdeklaration hoher Summen zu Strafen führen.

Der 35-Jährige gab an, Eigentümer der gesamten 70.000 Euro zu sein, konnte jedoch weder deren Herkunft erklären noch begründen, warum der 36-Jährige einen Teil des Geldes bei sich trug. In der Folge beschlagnahmten die Zollbehörden den gesamten Betrag und leiteten gegen beide Männer ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein – wegen unterlassener Deklaration des Bargelds sowie wegen des Verdachts auf Geldwäsche.

Die beschlagnahmten 70.000 Euro bleiben vorerst sichergestellt, während die Ermittlungen andauern. Der Fall unterstreicht die Durchsetzung der Bargeldmeldepflicht an deutschen Grenzen, die darauf abzielt, illegale Finanzaktivitäten einzudämmen, ohne dabei den freien Kapitalverkehr einzuschränken.

Quelle