31 January 2026, 10:11

Abschied von der Autobahnkirche Ruhr: 15 Jahre Stille an der A40 enden

Ein Denkmal in Kiew, Ukraine, mit Blumensträußen, Kerzen, Foto-Rahmen und anderen Gegenständen, die vor einem Zaun auf dem Boden plaziert sind, mit einer Straße im Hintergrund.

Abschied von der Autobahnkirche Ruhr: 15 Jahre Stille an der A40 enden

Autobahnkirche Ruhr schließt nach 15 Jahren ihre Türen

Die Autobahnkirche Ruhr, ein Ort der Einkehr für Reisende im Ruhrgebiet, wird an diesem Samstag nach 15 Jahren endgültig geschlossen. Bekannt durch ihr weithin sichtbares Banner "Komm zur Ruhe" an der A40, diente die Kirche seit ihrer Eröffnung als ruhiger Rastplatz für Autofahrer, Radfahrer und Besucher.

Die Kirche war als Gast in einer Bochumer Kirchengemeinde untergebracht, doch ihr Gebäude wurde kürzlich an einen privaten Käufer verkauft. Durch diesen Verkauf verlor der Standort seinen geweihten Status, sodass dort keine christlichen Gottesdienste mehr stattfinden können.

Täglich suchten etwa 15 Menschen die Kirche auf, um eine Auszeit vom Alltag zu finden. Zudem veranstaltete sie besondere Termine, darunter einen jährlichen Gedenkgottesdienst für Verkehrsunfallopfer aus Bochum und der Umgebung. Pläne für eine dauerhafte Gedenkstätte für Verkehrstote, die der Verein vorangetrieben hatte, werden nun fallen gelassen.

Jährlich beteiligte sich die Kirche am Tag der Autobahnkirchen, wobei für 2025 sogar ein Treffen für Motorradfahrer geplant war. Am Samstagmorgen findet noch eine Abschiedsfeier für die Ehrenamtlichen statt, die die Kirche über die Jahre unterstützt haben. Anschließend werden alle Schilder und Banner – darunter auch das bekannte "Komm zur Ruhe"-Transparent – abgebaut.

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Mit der Schließung endet ein langjähriges Angebot für Reisende in der Region. Entlang dieses Abschnitts der A40 wird es künftig keinen gewidmeten Ort mehr für Andacht oder Besinnung geben. Über die weitere Nutzung des Gebäudes ist nichts bekannt, da keine Angaben zum neuen Eigentümer vorliegen.