14 January 2026, 18:46

Agit Kabayel stürmt mit KO-Sieg in Richtung Usyk-Duell und WM-Chance

Ein Mann in einem Boxring, der Handschuhe und Shorts trägt und entschlossen aussieht, steht aufrecht und konzentriert sich auf etwas in der Ferne.

Agit Kabayel stürmt mit KO-Sieg in Richtung Usyk-Duell und WM-Chance

Agit Kabayel hat sich mit einem KO-Sieg gegen Damian Knyba im Januar 2026 endgültig unter die Box-Elite katapultiert. Der deutsche Schwergewichtler, nun Interims-Weltmeister des WBC, peilt noch in diesem Jahr einen Kampf gegen den unangefochtenen Champion Oleksandr Usyk an. Sein Aufstieg erfolgt vor dem Hintergrund der langen Box-Geschichte der Ausgrenzung, in der Kämpfer wie Jack Johnson einst systematisch von Titelchancen ausgeschlossen wurden.

Kabayels jüngster Triumph fand am 10. Januar in der Rudolf-Weber-Arena in Oberhausen statt, wo er den bis dahin ungeschlagenen Knyba vorzeitig besiegte. Der Sieg krönte eine Reihe hochkarätiger Kämpfe, darunter Siege gegen Arslanbek Makhmudov, Frank Sánchez und Zhilei Zhang – alle im Rahmen der Riyadh Season in Saudi-Arabien ausgetragen. Diese Auftritte haben seinen Ruf als technisch versierter und zäher Kämpfer gefestigt.

Der 40-Jährige, der 2011 ins Profilager wechselte, steht nun vor der Chance auf einen WM-Kampf. Als WBC-Interims-Champion und Pflichtherausforderer ist er nächster Anwärter auf einen Kampf gegen Usyk – vorausgesetzt, der Ukrainer verteidigt seinen Titel erfolgreich gegen Deontay Wilder im April oder Mai 2026. Bei einem Sieg Usyks könnte es noch 2026 zum Duell mit Kabayel kommen. Alternativ wären auch Kämpfe gegen Fabio Wardley oder Filip Hrgovic denkbar. Derweil genießt Kabayel eine Auszeit in seiner Heimat nahe Bochum, verbringt Zeit mit seiner Familie und bereitet sich auf den möglicherweise größten Kampf seiner Karriere vor. Seine Laufbahn spiegelt ein wiederkehrendes Muster im Boxsport wider, in dem geschlossene Zirkel und politische Hürden Kämpfern oft ihre verdienten Chancen vorenthalten oder verzögern.

Mit dem KO gegen Knyba hat Kabayel die Bühne für einen möglichen Titelkampf gegen Usyk bereitet. Der Zeitplan hängt von Usyks anstehender Titelverteidigung gegen Wilder ab – ein mögliches Aufeinandertreffen mit Kabayel könnte noch 2026 folgen. Bis dahin bleibt der Deutsche fokussiert, balanciert Familienzeit mit den Vorbereitungen auf die nächste Herausforderung seiner Karriere.

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