03 March 2026, 00:03

Apotheker-Chef droht mit Widerstand gegen Warkens Reformpläne und fordert faire Gebühren

Ein Plakat mit Text """2022, Big Pharma hat Amerikaner zwei bis drei Mal so viel f"r dieselben Medikamente berechnet wie in anderen L"ndern""" mit ein paar Flaschen und einer Spritze unten.

Apotheker-Chef droht mit Widerstand gegen Warkens Reformpläne und fordert faire Gebühren

Die politische Flitterwochen für Deutschlands Schwarz-Rote Koalition sind vorbei – das erklärt zumindest Thomas Preis, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der öffentlichen Apotheker Deutschlands (ABDA). Er warnte, die Regierung müsse nun liefern und das Koalitionsabkommen vollständig umsetzen.

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Preis kritisierte zudem aktuelle Vorschläge von Gesundheitsministerin Judith Warken, insbesondere Pläne, die den Weg für "Apotheken ohne Apotheker" ebnen könnten – ein Vorhaben, das er entschieden ablehnt.

Der ABDA-Chef betonte die Dringlichkeit, die Festgebühr für Apotheken auf 9,50 Euro anzuheben. Diese Anpassung sei keine Gefälligkeit, sondern eine Notwendigkeit, argumentierte er und verwies darauf, dass andere Bereiche des Gesundheitswesens jährliche Gebührenerhöhungen aushandeln. Die ABDA hatte dem Gesundheitsministerium über 40 Änderungsvorschläge unterbreitet, die jedoch größtenteils abgelehnt wurden.

Preis stellte die Haltung der Regierung dem jüngsten Erfolg der Ärzte gegenüber, die nur einen Tag nach Warkens Absage an Gebührenerhöhungen für Apotheken selbst höhere Vergütungen durchsetzten. Zwar bezeichnete er die Ministerin als wichtige Partnerin, doch kritisierte er ihre Forderung, Apotheken sollten mehr Verantwortung übernehmen – ohne ausreichende Unterstützung.

Auf Warkens Gesetzesentwurf, in dem Preis "wiedergekäute Ideen" ihrer Vorgängerin erkennt, kündigte er "massiven Widerstand" an. Dazu gehören eine öffentliche Petition sowie die Mobilisierung aller 16.000 Apotheken in Deutschland gegen die Pläne.

Der ABDA-Vorsitzende forderte zudem ein faires Verhandlungsverfahren, um jährliche Gebührenanpassungen zu garantieren. Ohne eine solche Regelung, so seine Warnung, werde es für Apotheken immer schwieriger, ihre Leistungen unter wachsendem finanziellen Druck aufrechtzuerhalten.

Preis machte deutlich, dass sich die Apotheken weitere Verzögerungen oder Absagen nicht bieten lassen. Mit ihrer Kampagne will die ABDA konkrete Veränderungen durchsetzen – darunter eine höhere Festgebühr und ein nachhaltiges Anpassungsverfahren.

Ob die Apotheken unter den aktuellen finanziellen Bedingungen weiterarbeiten können, wird sich am Ausgang dieser Bemühungen entscheiden.