14 March 2026, 06:20

Apotheker warnen vor Versorgungslücken durch Schließungen und unfaire Konkurrenz

Eine Apotheke namens "Die Generik-Apotheke" umgeben von Gebäuden, Strommasten, Werbetafeln, Topfpflanzen, Kraftfahrzeuge auf der Straße, unter einem klaren blauen Himmel.

Apotheker warnen vor Versorgungslücken durch Schließungen und unfaire Konkurrenz

Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich kürzlich mit dem CDU-Landesabgeordneten Fabian Schrumpf, um über die wachsenden Herausforderungen im Apothekensektor zu sprechen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen finanzielle Engpässe, Einschnitte bei den Dienstleistungen sowie die für den 23. März geplanten Proteste.

Lohmann erläuterte, dass der Verkauf verschreibungspflichtiger Medikamente das Rückgrat seines Betriebs bilde, während rezeptfreie Produkte nur eine untergeordnete Rolle spielten. Er wies darauf hin, dass Versandapotheken lokale Apotheken durch Rabatte von bis zu 10 Euro unterböten – obwohl die festgelegte Abgabegebühr lediglich bei 8,35 Euro liege. Diese wirtschaftliche Belastung habe zu einer Welle von Schließungen sowohl in ländlichen als auch in städtischen Gebieten beigetragen.

Schrumpf erkannte die Sorgen an, räumte jedoch ein, dass sein Einfluss als Landespolitiker begrenzt sei. Er versprach, die Anliegen auf Bundesebene vorzubringen, und zeigte Verständnis für die geplanten Proteste. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit, die Öffentlichkeit für die seit Jahren stagnierenden Gebührenanpassungen zu sensibilisieren.

Thema war auch die Auswirkung von Apotheken-Schließungen in Essen. Besonders in den nördlichen Stadtteilen, wo ohnehin ein Mangel an Haus- und Fachärzten herrscht, müssen Patienten nun weitere Wege für Not- und Bereitschaftsdienste in Kauf nehmen. Lohmann warnte, dass ohne faire Vergütung die lokale Patientenversorgung und die Löhne der Mitarbeiter weiter leiden würden.

Das Gespräch unterstrich die wirtschaftlichen Belastungen, unter denen Apotheken leiden – von festen Gebühren bis hin zum Wettbewerb mit Versandapotheken. Da Schließungen die Versorgung, vor allem in unterversorgten Regionen, erschweren, fordert die Branche dringend politische Maßnahmen. Die Proteste am 23. März sollen Druck für eine Reform der Vergütung und mehr Unterstützung aufbauen.

Quelle