Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie
Marie KrügerAus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie
Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk
Auf einer ehemaligen Deponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großes Solarpark-Projekt. Der Kreis Borken hat grünes Licht für das Vorhaben gegeben, das brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln soll. Für die Behörden ist dies eine praktische Lösung für ein Areal, auf dem herkömmliche Bebauung nur schwer möglich wäre.
Die Deponie, die dem Kreis Borken und der Stadt Ahaus gemeinsam gehört, bereitet seit Langem Probleme, da der Untergrund weiterhin absackt. Gebäude wären hier instabil – ein Solarpark bietet sich daher als deutlich bessere Alternative an. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) wird das Projekt leiten, das bis Mitte 2025 fertiggestellt werden muss, um staatliche Fördergelder zu erhalten.
Neben der Erzeugung sauberer Energie könnte der Solarpark auch die Müllgebühren für die ansässige Bevölkerung senken. Die Einnahmen aus der Anlage könnten zudem die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie in Höhe von etwa 100.000 Euro decken. Zudem sind Großspeicher für Energie geplant, mit denen überschüssiger Windstrom aus der Region zwischengespeichert werden kann.
Das Vorhaben reiht sich in einen größeren Trend in Nordrhein-Westfalen ein: In den vergangenen fünf Jahren wurden landesweit zwölf ähnliche Solarprojekte auf stillgelegten Deponien genehmigt, darunter in Duisburg, Gelsenkirchen und Aachen.
Der Solarpark in Ahaus-Alstätte macht aus einem schwer nutzbaren Gelände eine sinnvolle Ressource und unterstützt gleichzeitig die Ziele der Energiewende. Wird er termingerecht fertiggestellt, trägt er zu niedrigeren Abfallgebühren bei und schafft Speicherkapazitäten für Überschussstrom aus Windkraft. Das Projekt passt damit in eine wachsende Entwicklung, bei der ehemalige Deponien zu nachhaltigen Energiezentren umfunktioniert werden.