Berliner Ensemble setzt auf 16 Premieren und mehr Publikumsnähe in neuer Spielzeit
Leon KrausBerliner Ensemble setzt auf 16 Premieren und mehr Publikumsnähe in neuer Spielzeit
Berliner Ensemble präsentiert ehrgeiziges Programm für die kommende Spielzeit
Mit 16 geplanten Premieren will das Theater seine Reichweite und Publikumsnähe weiter ausbauen. Die Besucherzahlen stiegen im vergangenen Jahr auf fast 230.000 – ein Plus von rund 40.000 gegenüber der vorherigen Saison.
Den Auftakt der neuen Spielzeit bildet Peter Handkes Der Schnee von gestern, der Schnee von morgen. Zu den Highlights zählt Bertolt Brechts Mutter Courage und ihre Kinder in der Inszenierung von Ulrich Rasche. Frank Castorf bringt Klaus Manns Mephisto auf die Bühne, während sich Fritzi Wartenberg in Sorry, kein Foto für dich mit Casting-Shows auseinandersetzt.
Um Leerlaufzeiten zu minimieren, setzt das Ensemble auf kleinere Produktionen wie Kästners Berlin und De Profundis. Sonntagnachmittags finden Vorstellungen statt, und einige Generalproben werden für das Publikum geöffnet. Im Vergleich zur Vorsaison führte das Theater 75 zusätzliche Aufführungen auf – auch eine Reaktion auf knappe Budgetvorgaben.
Intendant Oliver Reese betont die unverzichtbare Rolle der Kultur in Berlin. Gerade in schwierigen Zeiten dürfe ihre Bedeutung nicht unterschätzt werden. Das erweiterte Programm unterstreicht den Anspruch des Berliner Ensembles, präsenter und zugänglicher zu sein. Mehr Vorstellungen und öffentliche Proben bieten dem Publikum zusätzliche Gelegenheiten zur Teilhabe. Die Anstrengungen des Theaters zahlen sich aus: Die Zuschauerzahlen steigen kontinuierlich.






