05 January 2026, 18:21

Betriebsratswahl bei Malta Air Köln: Gericht stoppt Herausgabe von Mitarbeiterdaten

Ein Versammlungsraum mit einer Gruppe von Menschen, die auf Stühlen sitzen, zwei ausländischen Flaggen, einem orangen Schreibtisch mit Wasserflaschen und einem Mikrofon.

Betriebsratswahl bei Malta Air Köln: Gericht stoppt Herausgabe von Mitarbeiterdaten

Rechtlicher Streit um Betriebsratswahlen am Malteser-Standort Köln eskaliert

Der Arbeitsgerichtsstreit um die Wahl eines Betriebsrats am Kölner Standort von Malta Air hat sich zugespitzt. Das Arbeitsgericht Köln erließ eine einstweilige Verfügung, die die Fluggesellschaft vorläufig von der Herausgabe zentraler Unterlagen befreit. Mitarbeiter kämpfen seit über zweieinhalb Jahren für die Einrichtung eines Betriebsrats am Standort.

Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Weigerung von Malta Air, Mitarbeiterlisten vorzulegen. Diese Listen sind jedoch unerlässlich, um zu prüfen, wer wahlberechtigt ist oder für den Betriebsrat kandidieren darf. Ohne sie kommt das Verfahren nicht voran.

Zudem drohte das Unternehmen Mitgliedern des Wahlvorstands mit Schadensersatzklagen. Dieser Schritt stieß bei der Gewerkschaft Verdi auf scharfe Kritik. Diese wirft Malta Air vor, systematisch die Wahl von Betriebsräten an allen europäischen Standorten der Ryanair-Gruppe zu blockieren.

Die einstweilige Verfügung gilt zunächst nur für den Kölner Standort, an dem die Ryanair-Tochter operiert. Verdi argumentiert, der Fall zeige, wie dringend eine moderne Auslegung des Betriebsverfassungsgesetzes nötig sei. Vor der Hauptverhandlung im September, in der die Staatsanwaltschaft entscheiden wird, ob Malta Air die gesetzlichen Anforderungen erfüllt hat, bleibt die Gewerkschaft zuversichtlich.

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Im September wird dann geklärt, ob Malta Air die geforderten Unterlagen vorlegen muss. Bis dahin ruht das Wahlverfahren in Köln. Verdi setzt sich weiterhin für eine faire Vertretung der Beschäftigten ein, während die Mitarbeiter nach Jahren der Verzögerungen auf eine Lösung warten.