Bottrop rüstet gefährliche Kreuzungen mit Sichtdreiecken für mehr Verkehrssicherheit auf
Leon KrausBottrop rüstet gefährliche Kreuzungen mit Sichtdreiecken für mehr Verkehrssicherheit auf
Bottrop verbessert die Sicherheit an gefährlichen Kreuzungen, indem es dafür sorgt, dass Autofahrer beim Einbiegen auf Hauptstraßen freie Sicht haben. Das Tiefbauamt der Stadt hat damit begonnen, Kreuzungen zu überprüfen, an denen Bäume, Hecken oder parkende Fahrzeuge die Sicht versperren. Dieser Schritt folgt einem tödlichen Unfall in Warendorf, der die Behörden zum Handeln veranlasst hat.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Schaffung sogenannter "Sichtdreiecke" an Einmündungen, die es Fahrern auf Nebenstraßen ermöglichen, den Verkehr auf der Hauptstraße klar zu erkennen. Die deutschen Richtlinien für Straßen (RaSt 06) schreiben diese Sichtfelder vor, deren Größe sich nach der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Hauptstraße richtet. Je höher das Tempo, desto größer muss die freie Sichtweite sein.
Die Stadt priorisiert dabei Kreuzungen nach Verkehrsaufkommen und Unfallstatistiken. Elf Sicherheitsmaßnahmen wurden bereits ausgeschrieben, wobei die Scharnhölzstraße Anfang 2026 als Erste umgebaut werden soll. Es folgen die Horster Straße und die Aegidistraße.
Die Ingenieure Bottrops vermessen die bestehenden Sichtverhältnisse und melden notwendige Änderungen an die Straßenverkehrsbehörde. Hindernisse wie überwucherte Vegetation oder ungünstig platzierte Parkplätze werden beseitigt, um das Kollisionsrisiko zu verringern.
Ziel der Maßnahmen ist es, Unfälle zu verhindern, indem Autofahrern beim Abbiegen auf Hauptverkehrsstraßen eine bessere Übersicht ermöglicht wird. Die Arbeiten an der Scharnhölzstraße beginnen im ersten Quartal 2026; weitere Projekte in der gesamten Stadt sind geplant. Die Maßnahmen orientieren sich an nationalen Sicherheitsstandards, um Risiken an stark frequentierten Kreuzungen zu minimieren.






