08 February 2026, 02:13

Breitachklamm: Naturwunder bei Oberstdorf zwischen Faszination und Gefährdung

Ein kleiner Wasserfall in einem schneebedeckten Wald, mit Eiszapfen an den Felsen und schneebedeckten Bäumen im Hintergrund.

Breitachklamm: Naturwunder bei Oberstdorf zwischen Faszination und Gefährdung

Die Breitachklamm – ein atemberaubendes Naturjuwel bei Oberstdorf

Die Breitachklamm, eine spektakuläre, 150 Meter tiefe Schlucht in der Nähe von Oberstdorf, zieht seit über einem Jahrhundert Besucher in ihren Bann. Vor etwa 10.000 Jahren vom zurückweichenden Breitachgletscher geformt, bietet das Gelände heute malerische Wanderwege und Höhenpfade. In letzter Zeit gibt es jedoch Bedenken, dass das Verhalten einiger Besucher die empfindlichen Eisförmationen gefährdet.

Seit ihrer Eröffnung für die Öffentlichkeit im Jahr 1905 – angeregt durch den Vorschlag des ortsansässigen Pfarrers Johannes Schiebel – ist die Klamm ein beliebtes Ausflugsziel. Der Eintritt kostet für Erwachsene 9 Euro, für Kinder 2,50 Euro. Rundwege führen durch die Schlucht und verbinden sich mit Routen um Breitach und den Engenkopf. Zugänge gibt es unter anderem in Oberstdorf-Tiefenbach und im Kleinwalsertal.

Trotz ihrer Beliebtheit häufen sich Berichte über Schäden an den Eisförmationen. Ein Nutzer auf Reddit kritisierte kürzlich Besucher, die Eiszapfen abbrachen – darunter zwei Kinder, die diese abrissen und wegwarfen, während ihre Eltern weder eingriffen noch Besorgnis zeigten. Das Personal greift ein, wenn größere Schäden auffallen, doch die Verwaltung stuft das Problem nicht als flächendeckend ein.

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Im weiteren Umkreis von Oberstaufen stieg die Zahl der Touristenankünfte bis November 2026 um 6,9 Prozent an. Konkrete Besucherzahlen für die Breitachklamm liegen jedoch nicht vor.

Mit ihren dramatischen Landschaften und historischen Pfaden bleibt die Breitachklamm ein Magnet für Wanderer und Naturliebhaber. Zwar kommt es vereinzelt zu Beschädigungen, doch das Personal überwacht die Anlage, um ihre natürliche Schönheit zu bewahren. Die Klamm zählt nach wie vor zu den wichtigsten Zielen für Entdecker der Allgäuer Region.