Bundesverdienstkreuz für Essener Inklusionspionierin Susanne Buers
Marie KrügerBundesverdienstkreuz für Essener Inklusionspionierin Susanne Buers
Susanne Buers ist mit der höchsten Auszeichnung Deutschlands für ihr lebenslanges Engagement in sozialen Belangen geehrt worden. Am 23. Januar 2026 überreichte ihr Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen das Bundesverdienstkreuz. Die Auszeichnung würdigt ihren jahrzehntelangen Einsatz für Kinder mit Behinderungen und ihre Familien.
Buers setzt sich seit vielen Jahren für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. Seit 2010 ist sie Mitglied im Familienbeirat der Franz-Sales-Werkstätten GmbH, dessen Vorsitz sie 2013 übernahm. Die Organisation unterstützt Menschen mit Behinderungen dabei, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Zu ihrem Wirken gehören die Organisation von Informationsveranstaltungen und die Förderung von Dialog über Inklusion. Zudem erarbeitete sie den Ratgeber "Gut zu wissen für Eltern und Betreuende" – eine wichtige Hilfestellung für Familien, die sich im Unterstützungssystem für Menschen mit Behinderungen zurechtfinden müssen. Oberbürgermeister Kufen lobte ihr Fachwissen, ihre Entschlossenheit und ihr Einfühlungsvermögen, mit denen sie sich für bessere Lebensbedingungen und mehr Selbstbestimmung einsetzt.
Das Bundesverdienstkreuz, 1951 von Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet, ehrt herausragende Verdienste um das Gemeinwohl. Seit seiner Einführung wurden über 260.000 Menschen damit ausgezeichnet. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch Ministerpräsidenten, Minister oder – wie in diesem Fall – Oberbürgermeister, ohne dass damit eine finanzielle Zuwendung verbunden ist.
Buers’ Auszeichnung unterstreicht ihren langjährigen Einfluss auf Inklusion und die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Die Anerkennung kommt sowohl von kommunalen Verantwortungsträgern als auch von der Bundesregierung. Ihr Einsatz prägt weiterhin Unterstützungssysteme für Familien in Essen und darüber hinaus.
