13 June 2026, 18:06

CDU zerrissen: Streit um AfD-Kurs spaltet Partei vor Landtagswahlen

Unionspolitiker warnen vor Abschwächung des Schutzes gegen die AfD

CDU zerrissen: Streit um AfD-Kurs spaltet Partei vor Landtagswahlen

In der CDU haben sich die Spannungen wegen des Kurses der Partei gegenüber der AfD weiter zugespitzt. Führende Mitglieder warnen vor schweren Folgen, falls die Christdemokraten ihre Ablehnung der rechtsextremen Gruppe abschwächen. Die Debatte entbrennt vor den entscheidenden Landtagswahlen in Ostdeutschland.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul bezeichnete die AfD als die „größte Gefahr für die Demokratie“. Er kündigte an, die CDU zu verlassen, sollte die Partei ihren Widerstand gegen die AfD lockern. Seine Haltung spiegelt die tiefe Sorge einiger Mitglieder wider, die jede mögliche Zusammenarbeit ablehnen.

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Karl-Josef Laumann, stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, lehnte den Vorschlag ab, die bisherige „Brandmauer“ gegen die AfD durch „rote Linien“ zu ersetzen. Die Positionen der AfD stünden im Widerspruch zu zentralen christdemokratischen Werten wie der NATO, der europäischen Einheit und dem westlichen Bündnis, argumentierte er. Zudem rief Laumann die CDU dazu auf, weiterhin eigene Anträge im Parlament einzubringen – selbst wenn die AfD sie unterstützen könnte.

Der Hamburger CDU-Chef Dennis Thering sagte massive interne Konflikte voraus, falls die Partei nach den ostdeutschen Wahlen mit der AfD kooperiere. Dennis Radtke, Vorsitzender der CDU-Arbeitnehmerunion, warnte, ein solcher Schritt könnte die Union in mindestens zwei Lager spalten. Laumann verwies auf Thüringen und Sachsen als Beispiele, wo demokratische Kräfte die AfD erfolgreich isoliert hätten. Zudem erklärte er, die CDU zu verlassen, falls sie eine Koalition mit der AfD eingehe oder aktiv mit ihr zusammenarbeite.

Die CDU steht vor einer entscheidenden Weichenstellung in der Auseinandersetzung mit der AfD. Führende Vertreter haben klar gemacht, dass sie keine Form der Zusammenarbeit dulden werden. Ihre Warnungen unterstreichen das Risiko einer Spaltung und die Tragweite für die zukünftige Ausrichtung der Partei.

Quelle