CSD Dresden 2025: Warum ein Video in sozialen Medien für Verwirrung sorgt
Leon KrausCSD Dresden 2025: Warum ein Video in sozialen Medien für Verwirrung sorgt
Ein Video von den Feierlichkeiten zum Christopher Street Day (CSD) in Dresden wird derzeit breit in den sozialen Medien geteilt. Die Aufnahmen zeigen deutlich weniger Menschen, als einige Nutzer behaupten. Die Sequenz stellt nicht die Hauptveranstaltung dar, die laut Berichten große Menschenmengen anzog.
Das Video zeigt einen einzelnen Paradewagen mit einer kleinen Gruppe, die am Abend des 5. Juni den Altmarkt erreicht. Dies war Teil kürzerer Kundgebungen, die am 4. und 5. Juni stattfanden. Diese wurden erst kurzfristig angemeldet, nachdem ein Rechtsstreit beigelegt worden war.
Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hatte entschieden, dass der gesamte CSD in Dresden als Versammlung zu werten sei. Der Hauptumzug fand am 6. Juni mit deutlich mehr Wagen und Teilnehmenden statt. Weder die Stadt noch Medien berichteten von 250.000 Besuchern bei der diesjährigen Veranstaltung. Behörden bestätigten, dass die Polizei eine solche Zahl nie genannt habe.
Seit 1994 haben insgesamt etwa 260.000 Menschen an CSD-Demonstrationen in Dresden teilgenommen. Das begleitende Straßenfest zog seit 2004 rund 310.000 Besucher an. Das kursierende Video gibt nicht das Ausmaß der Hauptparade wider. Für das Jahr 2025 wurden weder von der Stadt noch von der Polizei 250.000 Teilnehmende erfasst. Die historischen Zahlen zeigen eine stetige Beteiligung, doch die diesjährigen Angaben liegen unter den in sozialen Medien verbreiteten Behauptungen.






