14 April 2026, 02:09

Deutschlands erstes Wasserstoffnetz startet in Holzwickede den Testbetrieb

Ein detailliertes technisches Konstruktionsbild aus dem Jahr 1885 einer Heizregelanlage mit zahlreichen Rohren und Ventilen, begleitet von erklärendem Text.

Deutschlands erstes Wasserstoffnetz startet in Holzwickede den Testbetrieb

Erstmals in Deutschland: Wasserstoffnetz geht in Betrieb

In Holzwickede bei Dortmund ist ein einzigartiges Wasserstoff-Verteilnetz in Betrieb gegangen. Betrieben von Westnetz, versorgt das System lokale Kunden mit reinem grünen Wasserstoff. Seit Oktober 2022 liefert die umgerüstete Pipeline Haushalte mit sauberer Energie für die Heizung.

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Das Projekt startete mit der Umwidmung einer Mitteldruck-Erdgasleitung. Westnetz trennte sie vom übrigen Verteilnetz und verband sie mit einem speziellen Wasserstoffspeicher. Dort wird zertifizierter grüner Wasserstoff der Qualität 3.0 mit einem Reinheitsgrad von 99,9 Prozent gelagert. Das Gas wird unter einem Maximaldruck von 40 Bar gespeichert, bevor es transportiert wird.

Drei benachbarte Kunden nutzen nun wasserstofftaugliche Gasheizungen des Herstellers Weishaupt. Zwei der Anlagen arbeiten mit 32 Kilowatt Leistung, die dritte mit 15 Kilowatt. Das Modell Thermo Condens ist offiziell für den Betrieb mit 100 Prozent Wasserstoff zugelassen und wird in drei Leistungsstufen angeboten: 15, 25 und 32 Kilowatt.

Die Initiative mit dem Namen H2HoWi beweist, dass bestehende Gasnetze sicher reinen Wasserstoff transportieren können. Der Testbetrieb läuft bis Ende 2026 und liefert langfristige Daten zur Eignung von Wasserstoff für die Wärmeversorgung von Gebäuden.

Das Netz in Holzwickede markiert einen praktischen Schritt hin zur Nutzung von Wasserstoff für die Hausenergie. Es zeigt, dass die bestehende Infrastruktur mit geringem Aufwand an grünen Wasserstoff angepasst werden kann. Das Projekt läuft noch drei Jahre weiter und soll Erkenntnisse für großflächige Wasserstoff-Heizlösungen liefern.

Quelle