13 March 2026, 04:08

Dortmunds Polizei warnt: Immer mehr Jugendliche in rechtsextremen Kreisen aktiv

Ein Plakat mit einem zentralen Baum, umgeben von Gesichtern von Menschen, mit dem Text "Der politische Cluster im Terrorismus" unten.

Dortmunds Polizei warnt: Immer mehr Jugendliche in rechtsextremen Kreisen aktiv

Die Dortmunder Polizei hat einen Anstieg rechtsextremer Aktivitäten unter Jugendlichen in der Stadt aufgedeckt. Bei den Ermittlungen wurden 77 neue Personen identifiziert, die mit extremistischen Gruppen in Verbindung stehen – 67 von ihnen sind Jugendliche, Minderjährige oder Kinder. Die Erkenntnisse folgen auf den Start eines speziellen Projekts, das sich gegen die Anwerbung junger Menschen durch die rechtsextreme Szene richtet.

Im April 2024 gründete die rechtsextreme Partei Die Heimat in Dortmund-Dorstfeld ihren Jugendverband Junge Nationalisten. Die Polizei reagierte im Mai 2024 mit der Initiierung des Junge-Nationalisten-Projekts, um die Aktivitäten der Gruppe zu überwachen und ihrer Einflussnahme entgegenzuwirken. Bis September 2025 hatte sich die Maßnahme zu einer dauerhaften Sonderermittlungsgruppe entwickelt.

Die Ermittlungen ergaben, dass 29 der 77 neu erfassten Personen unter 18 Jahre alt waren. Viele von ihnen hatten zuvor keine Verbindungen zur rechtsextremen Szene. Die Behörden stellten fest, dass rechtsextreme Gruppen in Dortmund zunehmend Jugendliche anwerben.

Die Polizei registrierte 2024 insgesamt 295 politisch motivierte rechtsextreme Straftaten – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Die meisten Fälle betrafen Propaganda-Delikte und Volksverhetzung. Um das Problem zu bekämpfen, setzten die Beamten auf eine Mischung aus präventiven und repressiven Maßnahmen, darunter frühzeitige Interventionen und Hilfsangebote.

Wann immer Hinweise darauf hindeuteten, dass jemand an einer rechtsextremen Veranstaltung teilgenommen hatte, ging die Polizei der Sache nach. Betroffene wurden über mögliche rechtliche Konsequenzen aufgeklärt.

Die Ausweitung der Sonderermittlungsgruppe Junge Nationalisten spiegelt die wachsende Sorge über die Anwerbung von Jugendlichen durch die rechtsextreme Szene in Dortmund wider. Da die meisten neuen Fälle junge Menschen betreffen, beobachten die Behörden die extremistischen Aktivitäten weiterhin genau und gehen dagegen vor. Der polizeiliche Ansatz kombiniert Prävention und Strafverfolgung, um der steigenden Zahl an Straftaten zu begegnen.

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