Drogenrazzia am Flughafen Paderborn: Zoll beschlagnahmt Kokain, Ecstasy und 330.000 Euro Schwarzgeld
Marie KrügerDrogenrazzia am Flughafen Paderborn: Zoll beschlagnahmt Kokain, Ecstasy und 330.000 Euro Schwarzgeld
Zollbeamte am Flughafen Paderborn/Lippstadt und auf der Autobahn A44 haben in den letzten Monaten große Mengen an Drogen und nicht deklariertem Bargeld beschlagnahmt. Zwischen April und Oktober leiteten die Behörden Dutzende Ermittlungsverfahren ein, nachdem sie illegale Substanzen und Finanzverstöße aufgedeckt hatten.
Im August 2024 gelang den Beamten mehrere spektakuläre Drogenfunde. Ein 38-jähriger Mann wurde auf der A44 mit 1.000 Ecstasy-Tabletten, 200 Gramm Marihuana und 100 Gramm Haschisch gestoppt. Nur wenige Tage später, am 16. August, nahm die Polizei einen 46-jährigen Kurier fest, der ein Kilogramm Kokain auf derselben Strecke transportierte. Unterdessen versuchte ein 56-jähriger Reisender, 25 Gramm Marihuana, fünf Cannabissamen und acht Ecstasy-Tabletten zu schmuggeln.
Die Beamten beschlagnahmten zudem 4.250 Milliliter Testosteron, einen verbotenen leistungssteigernden Wirkstoff. Neben den Drogenfällen sicherten die Zollbehörden vor Ort über 100.000 Euro an unbezahltem Steuern, Abgaben und Einfuhrmehrwertsteuer. Reisende am Flughafen hatten Bargeld, Edelmetalle oder Wertpapiere in Höhe von rund 330.000 Euro nicht deklariert – deutlich über der Meldegrenze von 10.000 Euro.
Zwischen April und Oktober leiteten die Behörden 57 strafrechtliche Ermittlungen und 26 Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Die Fälle verdeutlichen die anhaltenden Probleme mit undeklarierten Waren und illegalen Substanzen. Reisende werden daran erinnert, dass Waren aus Nicht-EU-Ländern bis zu einem Wert von 300 Euro (oder 430 Euro für Flug- und Schiffsreisende) zollfrei sind, höherwertige Güter jedoch angegeben werden müssen.
Die Beschlagnahmungen und Ermittlungen unterstreichen die strengen Kontrollen an wichtigen Einreisepunkten. Die Zollbeamten gehen weiterhin gezielt gegen Drogenhandel und Finanzverstöße vor. Reisende werden aufgefordert, die Deklarationsvorschriften einzuhalten, um Strafen zu vermeiden.






