Duisburger Schüler inszenieren NS-Prozess in ökumenischem Auschwitz-Gedenken
Elias KellerDuisburger Schüler inszenieren NS-Prozess in ökumenischem Auschwitz-Gedenken
Ökumenischer Gottesdienst in Duisburg: 81 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz
Am 25. Januar 2025 findet um 16:00 Uhr in der Salvator-Kirche in Duisburg ein ökumenischer Gottesdienst statt, der an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 81 Jahren erinnert und der Opfer des Nationalsozialismus gedenkt. Schülerinnen und Schüler des Landfermann-Gymnasiums übernehmen dabei eine zentrale Rolle: Sie gestalten den Gottesdienst mit und führen eine Gerichtsverhandlung als szenische Darstellung auf.
Veranstaltet wird die Gedenkfeier von mehreren Organisationen, darunter die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Evangelische Kirchenkreis, die Katholische Stadtkirche Duisburg sowie das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage und die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Duisburg. Im Mittelpunkt steht auch der Prozess gegen Johannes Kühnemann, einen NS-Täter, dem während des Holocaust mehrfacher Mord vorgeworfen wird.
Die Schülerinnen und Schüler des Landfermann-Gymnasiums – ausgezeichnet als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – wirken aktiv mit. In ihrer Inszenierung setzen sie sich mit dem Thema Gerechtigkeit auseinander und fragen: „Wie hätte ich Recht gesprochen?“ Dabei beleuchten sie auch die Perspektiven von Opfern und Zeugen. Pfarrer Sarah Süselbeck lobte das Engagement der Jugendlichen und ihre kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte des Holocaust. Die Predigt wird sich mit Gerechtigkeit, Verantwortung und Wiedergutmachung befassen und Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen herstellen. Die Leitung des Gottesdienstes übernehmen Pastor Andreas Brocke (Katholische Kirche), Pastor Martin Winterberg (Salvator-Kirche) und Pfarrer Süselbeck.
Die Veranstaltung verbindet Schülerinnen und Schüler, religiöse Würdenträger sowie lokale Initiativen im Gedenken an die Opfer des NS-Regimes. Durch szenische Darstellungen und Gespräche soll die fortwährende Bedeutung von Gerechtigkeit und historischer Aufarbeitung betont werden. Der Gottesdienst in der Salvator-Kirche steht allen Interessierten offen und lädt zur gemeinsamen Erinnerung ein.
