Duisburgs Gasverbrauch 2025: Stabil trotz Kältewelle und langfristigem Abwärtstrend
Lara MeyerDuisburgs Gasverbrauch 2025: Stabil trotz Kältewelle und langfristigem Abwärtstrend
Gasverbrauch in Duisburg blieb 2025 trotz Wetterschwankungen und langfristigem Rückgang stabil
Trotz veränderter Wetterbedingungen und eines langfristigen Rückgangs zeigte sich der Gasverbrauch in Duisburg im Jahr 2025 kaum verändert. Das von den Netzen Duisburg betriebene Netz erstreckt sich über rund 1.760 Kilometer und versorgt etwa 70.300 Zählpunkte. Ein genauer Blick auf die Zahlen offenbart, wie Temperaturen und Nutzungsmuster die Nachfrage im vergangenen Jahr prägten.
2025 lieferte Duisburg etwa 1,89 Terawattstunden (TWh) Gas an Haushalte, Gewerbebetriebe und Industrie. Die Gesamtmenge blieb damit nahezu unverändert gegenüber 2024, auch wenn sich die Verbrauchsmuster zwischen den Sektoren unterschieden.
Privathaushalte verbrauchten leicht mehr Gas als im Vorjahr – die Nachfrage stieg um 5,8 Millionen Kilowattstunden (kWh). Grund dafür war ein kälterer Winter: Die Anzahl der Frosttage erhöhte sich von 18 im Jahr 2024 auf 45 im Jahr 2025. Da Gas in der Stadt vor allem zum Heizen genutzt wird, sind die Temperaturen ein entscheidender Faktor für den Verbrauch.
Gewerbe und Industrie drosselten ihren Gasverbrauch dagegen um 13,4 Millionen kWh im Vergleich zu 2024. Trotz dieses Rückgangs blieb die Gesamtbilanz für 2025 aufgrund des gestiegenen Haushaltsbedarfs stabil.
Langfristig zeigt sich ein deutlicherer Rückgang: Seit 2021 ist der Gasverbrauch der Privathaushalte in Duisburg um etwa 468 Millionen kWh gesunken. Vergleichbare Zahlen für andere deutsche Großstädte liegen derzeit nicht vor.
Die Daten von 2025 unterstreichen, wie stark der Gasverbrauch in Duisburg von den Wetterbedingungen abhängt. Während die Nachfrage der Haushalte aufgrund der kälteren Temperaturen leicht anstieg, reduzierten Unternehmen und Fabriken ihren Verbrauch. Insgesamt blieb der Gasverbrauch im Jahresvergleich stabil – doch der langfristige Trend weist seit 2021 weiterhin auf einen stetigen Rückgang hin.