28 December 2025, 01:13

Duisburgs revolutionäre Anlage filtert CO₂ und produziert Wasserstoff für klimaneutrale Kraftstoffe

Ein Kraftstofftank mit der Aufschrift "AMBUL".

Duisburgs revolutionäre Anlage filtert CO₂ und produziert Wasserstoff für klimaneutrale Kraftstoffe

Revolutionäre Anlage in Duisburg kombiniert CO₂-Abscheidung mit Wasserstoffproduktion

In Duisburg hat eine bahnbrechende neue Anlage ihren Betrieb aufgenommen, die Kohlendioxidabscheidung mit der Erzeugung von Wasserstoff verbindet. Die von der Greenlyte Carbon Technologies GmbH errichtete Einrichtung soll klimaneutrale Kraftstoffe für die Luftfahrt, Schifffahrt und Schwerindustrie produzieren. Zur offiziellen Inbetriebnahme am 20. November 2025 versammelten sich Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen und die Projektverantwortlichen.

Die LiquidSolar-SNG-Anlage ist am Zentrum für Brennstoffzellentechnik (ZBT) der Universität Duisburg-Essen angesiedelt. Anders als herkömmliche Systeme filtert sie CO₂ direkt aus der Luft und erzeugt gleichzeitig in einem einzigen Verfahren Wasserstoff. Dieser wird anschließend in synthetische Kraftstoffe umgewandelt – eine saubere Alternative für Branchen, die bisher stark von fossilen Brennstoffen abhängen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Projekt entstand aus einer gemeinsamen Forschungsarbeit der Universität Duisburg-Essen und der RWTH Aachen. Finanziert wurde es vom Land Nordrhein-Westfalen sowie der Europäischen Union. Unter der Leitung von Prof. Dr. Achim Goerres erhält die Initiative zudem Unterstützung von der Kommunalpolitik. Bei der Eröffnung betonte Oberbürgermeister Kufen die Bedeutung der Anlage für die Energiewende der Stadt. Greenlyte sei Teil seines Wasserstoff- und Energiebeirats, was die strategische Rolle des Vorhabens für die Nachhaltigkeitsziele der Region unterstreiche.

Die innovative Doppelfunktion der Anlage markiert einen wichtigen Schritt hin zu klimafreundlichen Industrieprozessen. Die synthetischen Kraftstoffe könnten helfen, die Emissionen in schwer zu dekabonisierenden Sektoren wie Luft- und Schifffahrt zu senken. Mit Rückendeckung durch öffentliche Einrichtungen und Hochschulen geht das Projekt nun in die operative Phase über.