10 March 2026, 10:08

E-world 2023: Wie Deutschlands neuer Kapazitätsmarkt die Energiewende beschleunigt

Eine Grafik, die das Abhängigkeitsverhältnis Europas von russischem Erdgas zeigt, mit Prozentangaben und Text, der den Anteil der Menschen angibt, die in das Land investiert haben.

E-world 2023: Wie Deutschlands neuer Kapazitätsmarkt die Energiewende beschleunigt

Europas größte Energiefachmesse, die E-world, findet vom 10. bis 12. Februar 2023 in Essen statt. Die Veranstaltung bringt über 900 Akteure aus der Energie- und Wasserwirtschaft zusammen, um über die großen Umbrüche auf dem Markt zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Deutschlands geplanter Kapazitätsmarkt sowie die sich wandelnde Dynamik im europäischen Gassektor.

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Deutschland will 2027 einen Kapazitätsmarkt einführen, um das Problem der "fehlenden Einnahmen" zu lösen und die nationale Energieversorgung zu sichern. Diese erste Phase dient als Übergangslösung bis 2032, wenn ein vollwertiger, technologieneutraler Markt starten soll. Neue Gaskraftwerke, die im Rahmen dieses Systems gebaut werden, müssen bis 2045 "wasserstofftauglich" sein, um auf Wasserstoff umstellen zu können und so den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu unterstützen.

Der Kapazitätsmarkt soll Erzeugern erneuerbarer Energien stabile Erlöse bieten, wenn sie saubere Energieprojekte mit steuerbaren Kapazitäten wie Gas- oder Speicherkraftwerken kombinieren. Dies könnte Versorgern und thermischen Erzeugern helfen, planbare Einnahmequellen zu erschließen. Gleichzeitig vollzieht der europäische Gasmarkt den Wandel von einer Nachfragezersörung hin zu einem Nachfragewachstum, angetrieben durch steigende LNG-Lieferungen.

Auf der E-world präsentieren Experten Marktprognosen und stehen für Fragen zu diesen Entwicklungen zur Verfügung. Die Preise für TTF-Gas werden für 2026 im Durchschnitt bei 28 Euro pro Megawattstunde erwartet, wobei im Sommer desselben Jahres ein Überangebot prognostiziert wird. Die Preise für EU-Emissionszertifikate (EUA) könnten 2026 im Schnitt 85 Euro pro Tonne erreichen, beeinflusst durch strengere Klimapolitik und weniger kostenlose Zuteilungen.

In Sonderberichten wird zudem die Einführung des deutschen Kapazitätsmarkts sowie die sich verändernde Gaslandschaft analysiert. Die Teilnehmer untersuchen, wie diese Entwicklungen die Energiesicherheit und Investitionen in ganz Europa prägen könnten.

Die dreitägige Veranstaltung bietet Branchenführern eine Plattform, um die Zukunft der Energiepreise, Regulierung und Infrastruktur zu bewerten. Deutschlands Kapazitätsmarkt und die Verschiebung der Gasnachfrage werden voraussichtlich langfristige Strategien von Versorgern und Investoren beeinflussen. Die konkreten Verbindungen zu den EU-Emissionshandelsregeln bleiben zwar noch unklar, doch die Diskussionen könnten weitere Klarheit über die politische Ausrichtung bringen.

Quelle