09 January 2026, 08:16

Essen ehrt Stadthistoriker Dr. Ernst Schmidt mit Gedenktafel an seinem Geburtshaus

Eine historische Tafel mit Symbolen und Text in der Mitte des Bildes.

Essen ehrt Stadthistoriker Dr. Ernst Schmidt mit Gedenktafel an seinem Geburtshaus

In Essen-Borbeck wurde eine Gedenktafel für den renommierten Stadthistoriker Dr. Ernst Schmidt enthüllt. Die feierliche Enthüllung fand an seinem Geburtshaus statt und wurde von Essens Oberbürgermeister Rolf Fliß begleitet, der Schmidts bleibenden Einfluss auf die historische Aufarbeitung der Stadt würdigte.

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Dr. Ernst Schmidt (1924–2009) galt als ausgewiesener Experte für die Essener Geschichte während der NS-Zeit. Er veröffentlichte zahlreiche Werke zu diesem Thema und gehörte zu den Mitbegründern der Gedenk- und Dokumentationsstätte Alte Synagoge. Auf seine Initiative geht zudem der 1985 eingerichtete Erinnerungsweg "Essen erinnert" zurück, zu dem nun auch die neue Gedenktafel zählt.

Die Einweihung wurde vom Bezirksrat IV sowie dem Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv organisiert. Die Finanzierung übernahm der Borbecker Bürger- und Verkehrsverein (BBVV), ein lokaler Bürgerverein. Schmidt erhielt im Laufe seines Schaffens mehrfach Auszeichnungen für seine Verdienste um die historische Forschung und die Kultur des Gedenkens. Oberbürgermeister Fliß hob in seiner Rede Schmidts prägende Rolle für die Essener Erinnerungskultur hervor. Die Tafel markiert nun seinen Geburtsort und bewahrt so sein Wirken sichtbar im Stadtbild.

Die Gedenktafel erweitert den von Schmidt initiierten Erinnerungsweg "Essen erinnert" um einen weiteren Ort. Seine Arbeit zur Dokumentation der NS-Zeit und zur Förderung des öffentlichen Gedenkens prägt bis heute Essens Umgang mit historischer Bildung. Die Stadt ehrt damit dauerhaft sein Lebenswerk.