Essen wappnet sich mit drei Klimaanpassungsgebieten gegen Extremwetter
Elias KellerEssen wappnet sich mit drei Klimaanpassungsgebieten gegen Extremwetter
Essen hat einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaresilienz gemacht, indem die Stadt drei zentrale Gebiete für die staatlich geförderte Anpassung an den Klimawandel ausgewählt hat. Dieser Schritt folgt einer detaillierten Studie und ebnet den Weg für finanzielle Unterstützung im Rahmen des KRIS-Programms von Nordrhein-Westfalen. Andere Städte im Ruhrgebiet ziehen nun nach und setzen ähnliche Maßnahmen um, um den klimatischen Herausforderungen im urbanen Raum zu begegnen.
Den Anfang bildete eine von der Emschergenossenschaft durchgeführte Konzeptstudie, in der vier potenzielle Zonen bewertet wurden. Nach einer eingehenden Prüfung wurden schließlich Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein als offizielle Klimaanpassungsgebiete Essens festgelegt. Diese Bereiche bilden nun die Grundlage für die Förderanträge der Stadt.
Um Mittel aus dem KRIS-Programm zu erhalten, müssen Kommunen klar definierte Klimaanpassungszonen innerhalb ihres Gebiets ausweisen. Essen reichte detaillierte Pläne für jede Zone bei der Projektträger Jülich (PtJ) und der Bezirksregierung zur Genehmigung ein. Nur Projekte in diesen ausgewiesenen Gebieten kommen für eine Förderung infrage – mit einem besonderen Fokus auf das Konzept der "Schwammstadt".
Das Programm setzt sich ehrgeizige Ziele bis 2030: 25 Prozent der versiegelten Flächen sollen von den Entwässerungssystemen abgekoppelt werden, und die Verdunstungsrate soll um zehn Prozentpunkte gesteigert werden. Bis zu einem Viertel der bisher an die Kanalisation angeschlossenen Flächen in diesen Zonen könnte umgestaltet werden, um den Oberflächenabfluss zu verringern und die Wasserspeicherung zu verbessern.
Bis März 2026 hatte Essens Vorgehen bereits 12 weitere Kommunen im Ruhrgebiet inspiriert, darunter Gelsenkirchen, Bochum und Dortmund. Diese Städte haben entweder eigene Klimaanpassungszonen ausgewählt oder beantragt – alles im Rahmen des KRIS-Programms.
Mit der Ausweisung der Zonen kann Essen nun staatliche Fördergelder für die Klimaanpassung abrufen. Die ausgewählten Gebiete werden in den kommenden Jahren so umgestaltet, dass sie Extremwetter besser standhalten und das Hochwasserrisiko sinkt. Da immer mehr Städte im Ruhrgebiet ähnliche Schritte unternehmen, treibt das KRIS-Programm die Bemühungen voran, urbane Räume widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen.






