28 June 2026, 00:11

Evangelische Kirche warnt vor Finanzkrise und fordert Solidarität mit Israel

Evangelische Kirche betont: 'Als Christen sollten wir uns für Israel erheben!'

Evangelische Kirche warnt vor Finanzkrise und fordert Solidarität mit Israel

Superintendentin Dr. Ilka Werner hat dem Landessynod ihren Jahresbericht vorgelegt und darin zentrale Herausforderungen und Veränderungen innerhalb der Evangelischen Kirche thematisiert. Sie betonte die Notwendigkeit der Solidarität mit Israel und warnte vor wachsenden finanziellen Belastungen, die soziale Dienstleistungen gefährden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In ihrem Bericht rief Werner die evangelischen Gemeinden auf, fest an der Seite Israels zu stehen. Sie zitierte die Kirchenverfassung und erinnerte daran, dass die Evangelische Kirche im Rheinland an Gottes Treue zu Israel glaube und dessen Hoffnung auf eine neue Zukunft teile. Zugleich verurteilte sie den Anstieg antisemitischer Vorfälle als „unertraglich“ – trotz des nach dem Holocaust gefassten Schwurs „Nie wieder!“

Die Synode beschloss eine neue Satzung für das Diakonische Werk, die der Einrichtung mehr Eigenständigkeit einräumt, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Werner warnte jedoch, dass soziale Träger ohne zusätzliche Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen aufgrund steigender Personalkosten Leistungskürzungen vornehmen müssten.

Auch strukturelle Reformen wurden angekündigt: Ab 2026 werden haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in der Kirchenmusik sowie in der Kinder- und Jugendarbeit direkt vom Kirchenkreis angestellt. Dieser wird zudem in drei regionale Cluster umorganisiert, in denen Pfarrerinnen und Pfarrer künftig im Team größere Gebiete betreuen. Bis 2030 rechnet der Kirchenkreis aufgrund schrumpfender Mittel nur noch mit 12 Pfarrstellen und einem Haushalt, der zwei Drittel des bisherigen Volumens beträgt.

Die Kirche stellt sich auf engere Finanzspielräume und eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Gemeinden ein. Die neue Satzung des Diakonischen Werks soll die Effizienz steigern. Werners Appell zu Demut und einer klaren Haltung gegen Antisemitismus bleibt eine zentrale Botschaft.

Quelle