Ex-Bahnchef Grube löst mit Gleis-Foto Empörung bei Mitarbeitern aus
Ein Pressebild des ehemaligen Deutsche-Bahn-Chefs Rüdiger Grube, das ihn in einem Gleisbereich zeigt, hat für Aufsehen gesorgt. Eisenbahnmitarbeiter äußerten sich empört in sozialen Medien, nachdem das Foto veröffentlicht wurde. Die Aufnahme entstand während einer Presseveranstaltung auf einem abgesperrten Gleisabschnitt im Juni 2014.
Das umstrittene Bild wurde von einem Fotografen der Bildagentur Picture Alliance gemacht. Grube hatte der Aufnahme zugestimmt. Nun wird diskutiert, ob er sich zu diesem Zeitpunkt in Ausübung seiner dienstlichen Pflichten befand.
Die Deutsche Bahn hat das Foto als problematisch anerkannt. Das Unternehmen will es nutzen, um die Mitarbeiter der Pressestelle für Sicherheit und Unfallprävention zu sensibilisieren. Der Vorfall ereignet sich zu einer Zeit, in der der Bahnkonzern und die Bundespolizei weiterhin vor den Gefahren im Bahnbetrieb warnen.
Unbefugte Personen, die Gleisanlagen betreten, verursachen häufig erhebliche Störungen. Solche Eindringlinge führen zu Verspätungen und Zugausfällen. Immer wieder riskieren Kinder und Jugendliche ihr Leben auf Bahnstrecken, um Selfies zu machen.
Der Zutritt zu Gleisanlagen ist streng reglementiert. Er ist nur im Rahmen dienstlicher Aufgaben, mit einer entsprechenden Genehmigung oder für Bahnmitarbeiter während ihrer Tätigkeit gestattet. Das Foto hat die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und die Notwendigkeit erhöhter Wachsamkeit erneut ins Bewusstsein gerückt.
