26 January 2026, 10:09

Ex-Rettungswagen aus Herford wird zum gepanzerten Lebensretter in der Ukraine

Ein Rettungswagen steht vor einem Gebäude mit einer Person in der Nähe, Masten säumen die Straße und ein Himmel ist im Hintergrund zu sehen, wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Nigerianischen Roten Kreuz, das medizinische Hilfe leistet.

Ex-Rettungswagen aus Herford wird zum gepanzerten Lebensretter in der Ukraine

Ein ehemaliger Rettungswagen von Mercedes-Benz aus dem Kreis Herford wird bald in der Ukraine einen neuen Zweck erfüllen. Das Fahrzeug, das für den lokalen Rettungsdienst nicht mehr einsatzfähig ist, wurde an Helpchain e.V. gespendet – eine Hilfsorganisation, die seit 2022 die Ukraine unterstützt. Vor dem Einsatz wird es aufgerüstet, unter anderem mit Kevlar-Panzerung und Tarnfolie, um Zivilisten in Frontnähe besser zu schützen.

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Helpchain e.V. wurde im März 2022 gegründet, um Hilfsgüter in die Ukraine zu liefern. Seither hat die Organisation über 1.500 Tonnen Hilfslieferungen organisiert, davon allein im vergangenen Jahr 400 Tonnen. Ihr Engagement beschränkt sich nicht auf medizinische Ausrüstung: 17 Rettungswagen und mehr als 60 weitere Fahrzeuge wurden bereits in das Kriegsgebiet gebracht.

Die Organisation betreibt acht Lager in ganz Deutschland, darunter ein zentrales Logistikzentrum in Berlin-Spandau, das Anfang 2026 eröffnet wurde. Die Einrichtung in der Perlestraße 63 koordiniert die Verteilung europäischer Hilfsgüter. Ein weiteres Lager befindet sich in Enger, während der Hauptsitz der Organisation in Herford angesiedelt ist.

Eugen Laschinski, Gründer von Helpchain e.V., trägt den Titel des offiziellen ukrainischen Kulturdiplomaten. Für sein Engagement wurde er mit dem Goldenen Stern der Kulturdiplomatie ausgezeichnet – eine Würdigung der anhaltenden Unterstützung der Organisation für die ukrainische Zivilbevölkerung.

Der aufbereitete Rettungswagen wird Teil der Helpchain-Flotte und in Hochrisikogebieten den dringend benötigten Krankentransport sichern. Mit verstärkter Schutzausrüstung und speziellen Anpassungen soll er die Sicherheit von Zivilisten an den ukrainischen Frontlinien verbessern. Die Spende unterstreicht die fortlaufenden Bemühungen der Organisation, ihre Hilfsmaßnahmen anzupassen und auszubauen.