FDP Solingen wählt neuen Vorstand und fordert Bildungsreform durch private Investitionen
Lara MeyerFDP Solingen wählt neuen Vorstand und fordert Bildungsreform durch private Investitionen
Der Solinger Kreisverband der FDP hat eine neue Führung gewählt und Anträge zur Reform der Schulinfrastruktur verabschiedet. Neben den personellen Veränderungen im Vorstand wurden Pläne für eine bessere Bildungsplanung im Kreis vorgestellt.
Dr. Robert Weindl und Andreas Zelljahn legten ihre Ämter als stellvertretende Vorsitzende nieder und begründeten dies mit Zeitmangel. An ihre Stelle traten Ute Klein und Jens Amerongen, die zu den neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurden. Andreas Zelljahn bleibt dem Kreisvorstand als Ersatzmitglied erhalten, ebenso wie das neu gewählte Mitglied Ingo Labonte.
Die Partei verabschiedete zudem einen Antrag mit dem Titel „Das beste Solingen braucht die beste Bildung“. Darin werden neue Ansätze für die Schulinfrastruktur vorgeschlagen, darunter private Investitionen in den Bau und die Anmietung von Schulgebäuden, falls der Stadt die Mittel fehlen. Öffentlich-private Partnerschaften, wie sie bereits bei Kitas genutzt werden, gelten als tragfähiges Modell.
Um die Planung zu verbessern, fordert die FDP jährliche Prognosen zu Schülerzahlen. Zudem soll der Unterricht stärker mit der Nachmittagsbetreuung verzahnt werden, um Kindern, Eltern und Lehrkräften entgegenzukommen. Darüber hinaus setzt sich die Partei für eine Konferenz ein, die den Mangel an Ganztagsschulplätzen thematisiert und die Frage einer verpflichtenden Ganztagsbetreuung diskutiert.
Die neuen Vorstandsmitglieder der FDP haben ihre Ämter angetreten. Die beschlossenen Anträge skizzieren klare Schritte für die Schulentwicklung, darunter die Einbindung privater Akteure und eine verbesserte Bedarfsplanung. Diese Maßnahmen sollen die aktuellen Defizite im Solinger Bildungssystem beheben.
