13 March 2026, 18:09

Ford Köln reduziert Personal ohne betriebsbedingte Kündigungen – Sparprogramm greift

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das "Trickle-Down Economics Doesn't Work" lautet, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, begleitet von einem Zitat von Präsident Biden.

Der Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford Köln reduziert Personal ohne betriebsbedingte Kündigungen – Sparprogramm greift

Ford Deutschland hat am Standort Köln einen umfangreichen Personalabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen abgeschlossen. Das Unternehmen teilte mit, dass sich genug Mitarbeiter freiwillig für einen Austritt entschieden hätten, sodass härtere Maßnahmen zur Arbeitsplatzreduzierung vermieden werden konnten. Der Schritt ist Teil eines umfassenden Sparprogramms, mit dem die Rückkehr in die Gewinnzone gelingen soll.

Zu Jahresbeginn hatte Ford in Köln abrupt fast 1.000 Produktionsstellen gestrichen und von Zwei- auf Einschichtbetrieb umgestellt. Grund war die schwache Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Durch die jüngsten Kürzungen wird die Belegschaft des Werks bald auf unter 9.000 sinken – aktuell sind es noch rund 10.500, deutlich weniger als die 18.000 Beschäftigten im Jahr 2019.

Die Stellenstreichungen sind Teil eines im vergangenen Sommer vereinbarten Kostensenkungsprogramms, das 2.900 Arbeitsplätze betrifft. Rund 2.100 Mitarbeiter entschieden sich für einen freiwilligen Abgang, weitere 800 Stellen wurden an Investoren übertragen. Damit wurde das Kürzungsziel erreicht, eine zweite Phase mit Zwangsentlassungen entfällt.

Ford hat Milliarden in die Modernisierung des Kölner Werks für die Elektroauto-Produktion investiert. Verhandlungen mit potenziellen Investoren für drei Bereiche – den Werkzeugbau, den Druckguss sowie eine weitere Einheit – laufen noch bis zum 30. Juni 2026.

Mit dem abgeschlossenen Personalabbau kann Ford betriebsbedingte Kündigungen vermeiden und gleichzeitig die finanzielle Erholung vorantreiben. Da das Werk nun im Einschichtbetrieb läuft, konzentriert sich das Unternehmen auf die Stabilisierung der Produktion und die Sicherung zukünftiger Investitionen. Als nächste Schritte stehen die Finalisierung von Vereinbarungen mit Investoren für zentrale Werksbereiche an.

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