Fraunhofer ILT revolutioniert Luft- und Raumfahrt mit nachhaltigen 3D-Druck-Technologien
Leon KrausFraunhofer ILT revolutioniert Luft- und Raumfahrt mit nachhaltigen 3D-Druck-Technologien
Die Luft- und Raumfahrtbranche steuert auf umweltfreundlichere und effizientere Produktionsmethoden zu. Forscherinnen und Forscher am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen gehen mit fortschrittlichen additiven Fertigungstechnologien voran. Diese Innovationen zielen darauf ab, Emissionen zu reduzieren und die Nachhaltigkeit in der Luftfahrt sowie der Raumfahrt zu verbessern.
Das Fraunhofer ILT ist Teil der TIRIKA-Initiative, die sich für eine ressourcenschonendere und klimafreundlichere Luftfahrt einsetzt. Ein zentraler Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Ökobilanzierung (Life Cycle Assessment, LCA), um die Umweltauswirkungen der additiven Fertigung zu bewerten. Trotz des hohen Energiebedarfs hinterlassen diese Verfahren oft einen kleineren ökologischen Fußabdruck als herkömmliche Produktionsmethoden.
Eine Schlüsseltechnologie in diesem Vorhaben ist das Laser-Pulverbett-Schmelzen (LPBF). Damit lassen sich komplexe, leichte und gleichzeitig hochfeste Flugzeugbauteile herstellen, die den Treibstoffverbrauch senken. Das Institut hat zudem spezielle Metallpulver für wasserstoffbetriebene Triebwerke entwickelt, was die Entwicklung sauberer Antriebe weiter vorantreibt.
Für die Raumfahrt optimiert das Fraunhofer ILT das Laserauftragschweißen (LMD), um Raketenkomponenten präziser und effizienter zu fertigen. Dies ist Teil des EU-geförderten Projekts ENLIGHTEN, das kostengünstige und umweltfreundliche Raketentriebwerke auf Basis von Biomethan und grünem Wasserstoff entwickeln will.
Unterdessen hat die Europäische Kommission das Ziel gesetzt, die CO₂-Emissionen der Luftfahrt bis 2050 um 60 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Parallel dazu arbeitet die EU an einem neuen Weltraumgesetz (EUSL), das die langfristige Nachhaltigkeit von Weltraumaktivitäten sichern soll.
Diese Entwicklungen markieren einen Wandel hin zu einer saubereren Luft- und Raumfahrtproduktion. Die Arbeit des Fraunhofer ILT im Bereich additiver Technologien unterstützt sowohl die Luftfahrt- als auch die Raumfahrtindustrie dabei, strengere Umweltziele zu erreichen. Der regulatorische Druck der EU unterstreicht zusätzlich die Notwendigkeit nachhaltiger Innovationen in diesen Sektoren.






