Friedliche Kundgebung in Düren zeigt Solidarität mit Kurdistan trotz fragilen Waffenstillstands
Marie KrügerFriedliche Kundgebung in Düren zeigt Solidarität mit Kurdistan trotz fragilen Waffenstillstands
Friedliche Kundgebung für kurdische Rechte in Düren
Am 28. Januar 2026 fand in Düren eine friedliche Demonstration zur Unterstützung kurdischer Rechte statt. Rund 700 Teilnehmende versammelten sich am Kaiserplatz, um ihre Solidarität mit Nordsyrien zu zeigen, wo die Spannungen trotz eines kürzlichen Waffenstillstands weiterhin hoch sind. Die vom Kurdischen Kulturverein Düren organisierte Kundgebung verlief ohne größere Störungen.
Die unter dem Motto "Freiheit für Kurdistan" stehende Demonstration startete am Kaiserplatz und zog anschließend auf einer vorher abgestimmten Route durch die Innenstadt. Die Teilnehmenden marschierten ruhig, während die Polizei mit starkem Aufgebot für Sicherheit sorgte und das Versammlungsrecht wahrte.
Gegen 20:00 Uhr kehrte die Menschenmenge zum Kaiserplatz für eine abschließende Kundgebung zurück. Obwohl die Veranstaltung weitgehend friedlich blieb, führten zwei Vorfälle zu strafrechtlichen Ermittlungen – einer wegen Beleidigung, ein weiterer wegen versuchter Körperverletzung.
Die Protestaktion erfolgte nur wenige Tage, nachdem die von Kurden geführten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) am 26. Januar ein Waffenstillstands- und Integrationsabkommen mit der syrischen Übergangsregierung geschlossen hatten. Trotz der Vereinbarung bleiben die militärischen Spannungen zwischen den Syrern und den SDF-Kämpfern bestehen: Syrische Regierungstruppen verlegen weiterhin schwere Ausrüstung und Verstärkungen. Zudem gibt es weiterhin Streit darüber, wie SDF-Kämpfer in Einheiten der syrischen Armee eingegliedert werden sollen.
Die Demonstration in Düren endete ohne schwerwiegende Zwischenfälle, auch wenn zwei kleinere Vorfälle polizeiliche Maßnahmen nach sich zogen. Unterdessen bleibt der Waffenstillstand zwischen den SDF und der syrischen Regierung fragil – ungelöste Fragen zur militärischen Integration und anhaltende Truppenbewegungen belasten die Lage.
