02 April 2026, 08:10

FWG und Volt bündeln Kräfte für mehr Einfluss im Bergisch Gladbacher Stadtrat

Titelseite der französischen Zeitung *Les Élections Municipales* mit weißem Hintergrund, gefüllt mit Text über Kommunalwahlen.

FWG und Volt bündeln Kräfte für mehr Einfluss im Bergisch Gladbacher Stadtrat

Zwei kleinere politische Gruppen in Bergisch Gladbach bündeln ihre Kräfte, um im Stadtrat mehr Gewicht zu erhalten. Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) und die Partei Volt haben Verhandlungen über die Bildung einer gemeinsamen Fraktion aufgenommen. Anlass sind aktuelle Regeländerungen, die es kleineren Parteien erschweren, eigenständig im Rat zu agieren. Beide Gruppen kritisieren, dass die neuen Vorgaben die Bürgerbeteiligung und lokale Vertretung einschränken.

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Die FWG hatte bei der letzten Kommunalwahl lediglich zwei Sitze errungen und dabei 2,5 Prozent der Stimmen erhalten. Nach den bisherigen Regeln hätte dies ausgereicht, um eine eigene Fraktion im Bergisch Gladbacher Stadtrat zu bilden. Doch die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen erhöhte kürzlich die Mindestsitzzahl für eine Fraktionsbildung von zwei auf drei – ein Schwellenwert, den die FWG nun allein nicht mehr erreicht.

Benno Nuding, Mitbegründer und ehemaliger Vorsitzender der FWG, hat die Gruppe inzwischen verlassen. Er bleibt zwar als fraktionsloses Ratsmitglied aktiv, sieht für die FWG in Bergisch Gladbach jedoch keine Zukunft mehr. Sein Austritt verringert die ohnehin knappe personelle Basis der Gruppe weiter und macht die Zusammenarbeit mit Volt für ihr politisches Überleben unverzichtbar.

FWG und Volt planen nun, ihre Sitze zu bündeln, um die geforderten drei Mandate zu erreichen. Gemeinsam wollen sie eine "zusätzliche Stimme der politischen Mitte" bilden. Beide Parteien betonen gemeinsame Prioritäten, darunter den Naturschutz, das Entwicklungsprojekt Zanders sowie eine solide Haushaltspolitik. Zudem setzen sie sich für die Modernisierung Bergisch Gladbachs als Ausbildungsstandort für Wirtschaft und Bildung ein.

Alex Becker (Volt) und Rainer Roehr (FWG) unterstreichen ihren Willen zu pragmatischer, lösungsorientierter Arbeit. Einig sind sich die beiden Gruppen unter anderem in der Forderung nach einer Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen. Die höheren Hürden für Fraktionsgründungen kritisieren sie als Hemmnis für kleinere Parteien und lokale Wählerinitiativen, die sich in der Kommunalpolitik engagieren wollen.

Durch den Zusammenschluss erhoffen sich FWG und Volt größeren Einfluss auf Ratsentscheidungen. Ihre geplante Fraktion soll sich auf Effizienz, Transparenz und nachhaltige Stadtentwicklung konzentrieren. Gelingen die Verhandlungen, würde das neue Bündnis über drei Sitze im Stadtrat verfügen – und könnte so wirksamer an Debatten und Beschlussfassungen mitwirken. Ziel der Partnerschaft ist es, lokale Anliegen aufzugreifen und gleichzeitig die Modernisierung der Bergisch Gladbacher Kommunalpolitik voranzutreiben.

Quelle