05 June 2026, 10:59

Gedenkmarsch in Münster ehrt gefallene Kunduz-Soldaten nach 14 Jahren

14K3 März: Auf dem Weg zu größerer Wertschätzung

Gedenkmarsch in Münster ehrt gefallene Kunduz-Soldaten nach 14 Jahren

Gedenkmarsch in Münster für die Soldaten des Kunduz-Einsatzes

Am Samstag fand in Münster ein Gedenkmarsch statt, um der deutschen Soldaten zu gedenken, die am 2. April 2010 an den Kämpfen gegen die Taliban in Kunduz beteiligt waren. Die als 14K3-Marsch bekannte Veranstaltung erinnert an die drei gefallenen Soldaten und die acht Verwundeten während des Einsatzes. Die Organisatoren hoffen, die Teilnahme in den kommenden Jahren deutlich zu steigern – das aktuelle Interesse liegt noch weit unter den angestrebten Zahlen.

Veranstaltet wurde der Marsch von Hauptfeldwebel Friedrich Grahl, der selbst in Litauen stationiert war, aber nicht in Afghanistan im Einsatz. Der Name 14K3 steht für die 14 Jahre seit dem Gefecht, wobei das „K“ für Kunduz und die „3“ für die drei gefallenen Kameraden steht. In diesem Jahr nahmen etwa 30 Personen teil, darunter Veteranen mit Einsatzerfahrung in Litauen, Mali und Afghanistan sowie zivile Unterstützer.

Eine Familie ist seit 2021 jedes Jahr beim Marsch dabei. Grahl betonte jedoch, dass aktive Soldaten nur selten an solchen Veranstaltungen mit Veteranen teilnehmen. Die Organisatoren streben für die Zukunft eine Teilnehmerzahl von 300 bis 500 an – das Zehnfache der aktuellen Zahl.

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Der Marsch sah sich auch mit Hindernissen seitens der Stadtverwaltung konfrontiert. Laut Grahl lehnten Beamte mehrere Anträge ab, darunter eine geplante Schweigeminute vor dem Rathaus. Trotz dieser Schwierigkeiten fand die Veranstaltung statt, wobei die Teilnehmer mehr öffentliche und politische Anerkennung für die Soldaten und ihre Angehörigen forderten.

Der 14K3-Marsch setzt sich weiterhin für eine breitere Würdigung des Kunduz-Einsatzes und seiner Folgen für die Beteiligten ein. Mit Plänen zur Ausweitung der Teilnahme bleibt das Ziel der Organisatoren, die Opfer der Soldaten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die Zukunft der Veranstaltung hängt davon ab, ob die Unterstützung durch Veteranen und die Öffentlichkeit wächst.

Quelle