Glasfaserausbau in Niederkrüchten bis 2027 auf Eis gelegt – was jetzt passiert
Leon KrausGlasfaserausbau in Niederkrüchten bis 2027 auf Eis gelegt – was jetzt passiert
Deutsche Glasfaser setzt Ausbau von Glasfaseranschlüssen in Niederkrüchten bis mindestens Ende 2027 aus
Das Unternehmen Deutsche Glasfaser hat seine Pläne zum Ausbau des Glasfasernetzes in Niederkrüchten vorerst gestoppt – zumindest bis Ende 2027. Die Entscheidung folgt einer Prüfung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit, nachdem das Unternehmen kürzlich eine Nachfragebündelung im Ortsteil Elmpt abgeschlossen hatte. Lokale Vertreter und Anwohner hatten sich für eine Umsetzung des Projekts eingesetzt.
Die Bemühungen, schnelleres Internet nach Elmpt zu bringen, begannen mit einem kommerziellen Angebot von Deutsche Glasfaser. Das Unternehmen konnte genug Kundeninteresse wecken, um den Netzausbau ohne öffentliche Förderung oder größere administrative Unterstützung zu rechtfertigen.
Bisher basierten Verbesserungen der Internetinfrastruktur in Niederkrüchten auf staatlichen Förderprogrammen für Gebiete mit schlechter Anbindung. Frank Kriegers, der frühere Projekte für die Kommune begleitete, nannte steigende Kosten und Materialengpässe als Gründe für die Verzögerungen beim landesweiten Netzausbau.
Nach einer Bewertung der finanziellen Perspektiven entschied sich Deutsche Glasfaser, die weiteren Arbeiten in Niederkrüchten vorerst zurückzustellen. Dennoch betonte die Gemeinde ihre Bereitschaft, jeden Anbieter zu unterstützen, der die Initiative ergreift – insbesondere in Elmpt.
Aktuell verfügen 96 Prozent der Haushalte in Niederkrüchten über Internetgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 Mbit/s, fast alle haben mindestens 100 Mbit/s. Anwohner, die Fragen zum Projekt oder zu bestehenden Verträgen haben, werden gebeten, sich direkt an Deutsche Glasfaser zu wenden. Die Aussetzung des Ausbaus lässt die zukünftige Entwicklung der Glasfaserversorgung in der Region vorerst ungewiss.
