26 February 2026, 08:25

Gottesdienst in Koblenz verbindet Kunst, Philosophie und Musik zu einzigartiger Reflexion

Ein Altar in einer Kirche mit Skulpturen von Menschen und Kerzen auf Ständern, mit einem Gemälde an der Wand dahinter.

Gottesdienst in Koblenz verbindet Kunst, Philosophie und Musik zu einzigartiger Reflexion

Ein einzigartiger Gottesdienst zwischen Kunst, Musik und Philosophie in der Koblenzer Herz-Jesu-Kirche

In der Herz-Jesu-Kirche in Koblenz fand ein außergewöhnlicher Gottesdienst statt, der Kunst, Musik und Philosophie verband. Lokale Kulturschaffende gestalteten gemeinsam eine Veranstaltung, die sich mit den Themen Erschöpfung, Kreativität und menschlicher Existenz auseinandersetzte. Im Mittelpunkt standen ein Vortrag von Professor Wolf-Andreas Liebert sowie Auftritte und Ausstellungen regionaler Künstler.

Die Leitung des Gottesdienstes hatten Superintendent Rolf Stahl und Dechant Thomas Darscheid inne. Organist Joachim Aßmann begleitete die Veranstaltung musikalisch. Im Zentrum der Kirche präsente Barbara Gröbl ihre Installation "Mensch", die sich mit den Widersprüchen des menschlichen Daseins beschäftigte.

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Professor Wolf-Andreas Liebert hielt einen Vortrag über das Wortspiel "ersöchpferisch" – eine Kombination aus "erschöpferisch" (erschöpfend) und "schöpferisch" (kreativ). Er erörterte, wie Selbstoptimierung und Kreativität zusammenhängen, und bezog sich dabei auf Sigmund Freuds Idee des "prothetischen Gottes" im Kontext moderner Technologie und politischer Veränderungen.

Im Anschluss eröffnete das Künstlerhaus Metternich eine Ausstellung des Bundes Bildender Künstler Mittelrhein (BBK). Die gezeigten Werke sind bis Sonntag, den 15. März 2026, zu sehen.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Erschöpfung in der Mittelrhein-Region verstärkt. Die Ausstellung "Erschöpfung und Erneuerung" im Koblenzer Kunstmuseum (2023) sowie Performances des RheinRänder-Kollektivs in Bonn und Bingen (2024) setzten sich mit klimabedingter Müdigkeit auseinander. Öffentliche Diskussionsrunden im Mittelrhein-Kulturforum erweiterten die Thematik.

Die Veranstaltung verband Musik, Philosophie und bildende Kunst zu einer gemeinsamen Reflexion über aktuelle Herausforderungen. Die Installationen und Performances bleiben bis Mitte März für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Organisatoren betonten die Zusammenarbeit als Modell für zukünftige Kulturprojekte in der Region.