07 March 2026, 06:07

Grevenbroich verschärft Leinenpflicht – warum Hunde jetzt an die Leine müssen

Zwei Hunde laufen in einem bewaldeten Gebiet mit Pflanzen und Bäumen, mit Text am unteren Bildrand.

Grevenbroich verschärft Leinenpflicht – warum Hunde jetzt an die Leine müssen

Grevenbroich erinnert Hundebesitzer an strengere Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit

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Die Stadt Grevenbroich weist Hundebesitzer auf verschärfte Leinenregelungen während der Brut- und Setzzeit hin. Von März bis Mai ziehen wilde Tiere ihren Nachwuchs groß – freilaufende Haustiere können dabei erhebliche Störungen verursachen. Die Kommune setzt die Vorschriften durch, um heimische Wildtiere zu schützen und Bußgelder für Anwohner zu vermeiden.

Die Brut- und Setzzeit erstreckt sich vom 1. März bis zum 15. August, eine entscheidende Phase für Wildtiere. Viele Arten gebären in dieser Zeit ihre Jungen oder brüten Eier aus und sind auf ruhige, ungestörte Lebensräume angewiesen. Schon der Geruch oder die Anwesenheit von Hunden kann Wildtiere unter Stress setzen und sie zur Flucht oder zum Verlassen ihrer Nester zwingen, erklärt Stadtförster Frank Wadenpohl.

Die Regeln in Grevenbroich variieren je nach Standort: In besiedelten Gebieten müssen Hunde stets an der Leine geführt werden. Auf ausgewiesenen Wald- und Feldwegen dürfen sie frei laufen, müssen aber unter Kontrolle bleiben. Abseits der Wege – also in Wäldern, auf Feldern oder Weiden – besteht generell Leinenpflicht. Während der Brutzeit gelten diese Einschränkungen für alle Wälder und offenen Landschaften.

Das Ordnungsamt der Stadt kontrolliert die Einhaltung der Vorschriften. In den vergangenen drei Jahren (2023–2025) wurden 12 Verstöße geahndet, die Bußgelder zwischen 50 und 200 Euro nach sich zogen. Zudem schreibt das Landeshundegesetz Nordrhein-Westfalens vor, dass bestimmte Rassen oder als gefährlich eingestufte Hunde immer an der Leine geführt und maulkorbpflichtig sind.

Ziel der Regelungen ist es, Störungen durch hetzende oder wildspürende Hunde zu minimieren. Wer die Vorschriften ignoriert, riskiert nicht nur Strafen, sondern gefährdet auch das lokale Ökosystem. Die Behörden appellieren an die Bürger, die Richtlinien einzuhalten, um die besonders schützenswerten Tierbestände in dieser sensiblen Phase zu bewahren.

Quelle