25 March 2026, 14:09

Großrazzia gegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung in NRW-Logistik

Plakat mit der Aufschrift "Operation Double Trouble: US-Geldkurier" zeigt eine Karte der USA, die in zwei Abschnitte unterteilt ist, einen für die Kurierrouten und einen für die Trägerstandorte, mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Rand.

Großrazzia gegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung in NRW-Logistik

Großrazzia gegen Schwarzarbeit in der Logistikbranche in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen hat es eine großangelegte Razzia gegen nicht gemeldete Beschäftigung im Logistiksektor gegeben. Die Behörden durchsuchten am 24. März 2026 mehrere Objekte und zielten dabei auf eine mutmaßliche kriminelle Vereinigung ab, die Steuern und Sozialabgaben hinterzogen haben soll. Im Zuge der Ermittlungen wurden drei Personen festgenommen.

Die Zentrale Kontaktstelle zur Verfolgung von Wirtschafts- und Finanzstraftaten (ZeFin NRW) leitete die Aktion. Beamte vollstreckten 37 Durchsuchungsbefehle im Ruhrgebiet, an der Hunderte Einsatzkräfte verschiedener Sicherheitsbehörden beteiligt waren. Im Fokus stand ein Logistik-Subunternehmer, dem vorgeworfen wird, ein organisiertes System betrieben zu haben, um Kurierfahrer in bar zu bezahlen und dabei Steuer- sowie Sozialversicherungspflichten zu umgehen.

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Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Ermittler 174.000 Euro in bar und sicherten vorläufig sechs elektrische Lastenräder als Teil von Vermögenssicherungsmaßnahmen. Drei Verdächtige – ein 39-jähriger Hauptbeschuldigter, ein 29-jähriger Mann und eine 26-jährige Frau – wurden unter dem Verdacht festgenommen, eine kriminelle Vereinigung gebildet und Schwarzarbeit gefördert zu haben.

Der Fall ist Teil umfassender Bemühungen gegen illegale Beschäftigungspraktiken. Während eine bundesweite Aktion am 10. März 2026 Verstöße gegen den Mindestlohn in der Bauwirtschaft zum Ziel hatte, richtet sich dieser aktuelle Schlag speziell gegen Betrugsstrukturen in der Logistik.

Die Ermittlungen dauern an; die Behörden prüfen das Ausmaß des kriminellen Netzwerks. Die beschlagnahmten Vermögenswerte und Festnahmen stellen einen bedeutenden Schritt dar, um illegale Arbeitsbedingungen in der Branche zu unterbinden. Weitere Details zu beteiligten Unternehmen oder Standorten wurden bisher nicht bekannt gegeben.

Quelle