31 May 2026, 22:08

Großrazzia zerschlägt kriminelles Netzwerk in drei Bundesländern mit 180 Beamten

HZA-DO: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Siegen und der Hauptzollstelle Dortmund / Zollschlag gegen kriminelle Gruppe in der Glasfaserausbau

Großrazzia zerschlägt kriminelles Netzwerk in drei Bundesländern mit 180 Beamten

Großrazzia gegen organisierte Kriminalität in drei Bundesländern

In einer konzertierten Aktion ist die Polizei in drei deutschen Bundesländern gegen eine kriminelle Vereinigung vorgegangen, der großangelegte Wirtschaftsstraftaten vorgeworfen werden. Am Dienstag, dem 29. Oktober 2024, durchsuchten Behörden im Rahmen einer koordinierten Operation 24 Objekte. Die Ermittlungen leitete das Hauptzollamt Dortmund – Dienststelle Siegen, unterstützt von örtlichen Polizeikräften.

An dem Einsatz beteiligten sich rund 180 Beamte, darunter Kriminalpolizisten der Kreispolizeibehörde Olpe. Durchsuchungsbefehle wurden in 14 Gebäuden in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bremen vollstreckt. Die Ermittler beschlagnahmten sechs Luxusfahrzeuge, Bargeld und froren mehrere Konten ein, die mit den illegalen Machenschaften der Gruppe in Verbindung stehen.

Der Verdacht richtetsich auf zahlreiche Straftaten, darunter Lohnbetrug, Steuerhinterziehung und die illegale Einschleusung von ausländischen Arbeitskräften. Den Ermittlungen zufolge nutzte die Bande ein Geflecht aus Briefkastenfirmen, um illegale Beschäftigungsmodelle zu verschleiern. Erste Schätzungen zufolge belaufen sich die vorenthaltenen Sozialabgaben allein auf über 4,4 Millionen Euro.

Bei den Razzien wurden zudem an zwei Wohnimmobilien illegale Schusswaffen sichergestellt und beschlagnahmt. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Drittstaatsangehörige ohne gültige Visa nach Deutschland gebracht und sie anschließend illegal auf Baustellen im gesamten Bundesgebiet eingesetzt zu haben. Die Ermittlungen dauern an, während die Behörden weitere Beweise sammeln.

Die Aktion hat ein komplexes kriminelles Netzwerk zerschlagen, das in Wirtschaftsbetrug und Arbeitsausbeutung verwickelt war. Die beschlagnahmten Vermögenswerte – darunter Fahrzeuge und Bargeld – werden im Rahmen des laufenden Verfahrens ausgewertet. Bisher gab es keine Festnahmen, doch die Ermittler verfolgen weitere Spuren.

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