03 May 2026, 10:08

Großübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz nach fiktivem Erdbeben

Feuerwehrleute in Schutzausrüstung arbeiten an einem Feuerhydranten mit Rohren und Ventilen im Hintergrund.

Großübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz nach fiktivem Erdbeben

Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz in großer Übung

Der Kreis Euskirchen hat kürzlich eine großangelegte Katastrophenschutzübung durchgeführt, um die Einsatzfähigkeit im Ernstfall zu prüfen. Fast 100 ehrenamtliche und professionelle Einsatzkräfte bewältigten dabei ein Szenario, das auf einem schweren Erdbeben basierte. Behördenvertreter bezeichneten die Übung als wichtigen Schritt zur Stärkung des regionalen Krisenmanagements.

Im Mittelpunkt der Simulation stand ein fiktives Erdbeben der Stärke 6,5, das den nördlichen Teil des Kreises Euskirchen traf. Das Szenario, das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeinsam mit lokalen Behörden entwickelt wurde, spiegelte Risiken wider, die bereits in der Bundesregierungseinschätzung von 2019 identifiziert worden waren. Ausgedehnte Zerstörungen, eingeklemmte Überlebende und eine hohe Zahl an Verletzten bildeten die zentralen Herausforderungen der Übung.

Die Einsatzleitung des Kreises, die nach der Feuerwehrdienstvorschrift 100 (FwDV 100) auf Führungsebene D agierte, koordinierte die Maßnahmen. Ihr Team umfasste Kräfte aller kommunalen Feuerwehren, unterstützt von Fachberatern. Zu den Hauptaufgaben gehörten der schnelle Einsatz von Rettungskräften, die Verteilung begrenzter Ressourcen sowie der Aufbau von Kommunikationsnetzwerken zwischen verschiedenen Behörden und Organisationen.

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Logistische Hürden erhöhten die Komplexität der Übung. Die Einsatzkräfte mussten den Transport von Verletzten organisieren und Anwohner aus betroffenen Gebieten evakuieren. Das Szenario baute auf früheren Schulungen auf, darunter eine Winternotfallübung der Einsatzleitung und der Leitstelle der Feuerwehr Mechernich.

Landrat Markus Ramers lobte die Übung im Nachgang als vollen Erfolg. Er betonte ihre Bedeutung für den Aufbau langfristiger Krisenmanagementstrukturen in der Region.

Die Simulation diente vor allem der Überprüfung der Zusammenarbeit zwischen Behörden und der Fähigkeit der Einsatzleitung, großflächige Notfälle zu bewältigen. Die Ergebnisse sollen helfen, Einsatzstrategien für künftige Katastrophen weiterzuentwickeln. Der Kreis Euskirchen plant, die Erkenntnisse zu nutzen, um die Vorbereitung auf solche Ereignisse weiter zu verbessern.

Quelle