06 May 2026, 10:09

Grundschüler in Fellinghausen werden zu Verkehrshelfern der Polizei

Ein Verkehrszeichen mit der Aufschrift "Geschwindigkeit reduzieren Gefahrenzone Schule Zone vor" mit einer Person daneben, umgeben von Bäumen, Strommasten, einem Haus und dem Himmel.

Grundschüler in Fellinghausen werden zu Verkehrshelfern der Polizei

Grundschüler in Fellinghausen arbeiten mit der Polizei zusammen, um die Verkehrssicherheit vor ihrer Schule zu verbessern

Nach einem deutlichen Anstieg der Verkehrsunfälle mit Kindern im Vergleich zum Vorjahr haben Schüler der vierten Klassen in Fellinghausen eine ungewöhnliche Partnerschaft mit der örtlichen Polizei geschlossen. Die Kinder beteiligten sich an Kontrollen, verteilten Erinnerungen an die Verkehrsregeln und bedankten sich bei vorbildlichen Autofahrern mit kleinen Dankeskarten.

Anlass für die Aktion war ein besorgniserregender Anstieg der verletzten Kinder im Straßenverkehr – ganze 74 Prozent mehr als im Vorjahr. Viele Vorfälle ereigneten sich auf dem Schulweg oder bei Fahrten zu außerschulischen Aktivitäten. Die Behörden beschlossen daher, die Schüler aktiv in die Aufklärungskampagne einzubinden.

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Bei der gemeinsamen Streife wurden fast 120 Fahrer angehalten. 36 von ihnen erhielten von den Kindern eine höfliche „Erinnerung“ an die Verkehrsregeln, weil sie gegen Vorschriften verstoßen hatten. 81 Autofahrer wurden hingegen mit einer Dankeskarte belohnt – etwa für die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung oder die korrekte Nutzung von Kindersitzen.

Polizeidirektor Marcel Zirnsak betonte die wichtige Rolle der Kinder dabei, Verkehrsteilnehmer für die Sicherheit in Schulzonen zu sensibilisieren. Auch Landrat Andreas Müller lobte das Engagement der Schüler, die das Einsatzteam mit großer Begeisterung unterstützten.

Unabhängig davon wurden bei Mittagskontrollen in Osthelden zwei Geschwindigkeitsüberschreitungen geahndet. Diese Überprüfungen führten Polizisten jedoch ohne die Beteiligung der Kindergartengruppen durch.

Ziel der Aktion war es, die Risiken für junge Fußgänger und Radfahrer zu verringern. Durch die direkte Einbindung der Schüler hoffen die Verantwortlichen, ein nachhaltiges Bewusstsein bei den Autofahrern zu schaffen. Die Ergebnisse sollen in die Planung künftiger Verkehrssicherheitsmaßnahmen in der Region einfließen.

Quelle