Grüne fordern radikale Reformen für besseren Schienenverkehr in Solingen und der Region
Lara MeyerGrüne fordern radikale Reformen für besseren Schienenverkehr in Solingen und der Region
Die Solinger Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat zentrale Forderungen vorgelegt, um den Schienenverkehr in der Region zu verbessern. Ihr Fraktionsvorsitzender Leon Kröck räumte ein, dass Fahrgäste die aktuellen Einschränkungen zwar mit Geduld ertragen, während das deutsche Schienennetz modernisiert wird.
Die Grünen setzen sich für eine Umleitung der RE2-Linie ein, um eine direkte Verbindung zwischen Solingen, Wuppertal und dem östlichen Ruhrgebiet herzustellen. Zudem fordern sie den Bau eines zusätzlichen Weichenkomplexes in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte, noch vor Beginn der Arbeiten am RRX-Projekt.
Die Partei pocht auf schnellere Modernisierungen der Signaltechnik und eine bessere Koordinierung der Bauvorhaben. Besonders wichtig sei es, lokale Anforderungen stärker in die Planungen des Landes und des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) einzubeziehen. Die jüngsten Wiedereröffnungen der RE7- und RB48-Strecken hätten zwar etwas Entlastung gebracht, doch stehen noch umfangreiche Bauarbeiten bevor.
Die Elektrifizierung der S7-Linie und ihre Verlängerung bis Düsseldorf bleiben vorrangige Ziele. Die Grünen betonen, dass ein zuverlässiges, sicheres und attraktives Schienennetz entscheidend sei, um die Abhängigkeit vom Individualverkehr zu verringern.
Mittelfristig streben die Grünen an, die Bahnfahrten attraktiver, sicherer und verlässlicher zu gestalten. Ihre Vorschläge konzentrieren sich auf Infrastrukturausbau und bessere Planung, um künftige Beeinträchtigungen für Fahrgäste so gering wie möglich zu halten.
