Hagen startet Kampagne gegen tödliche Raserei junger Fahrer auf Straßen
Marie KrügerHagen startet Kampagne gegen tödliche Raserei junger Fahrer auf Straßen
Verkehrssicherheitskampagne für junge Erwachsene in Hagen gestartet
In Hagen hat eine Verkehrssicherheitskampagne für junge Erwachsene begonnen. Berater besuchen vor Ort Schulen, um auf die tödlichen Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit und illegalen Autorennen aufmerksam zu machen. Die unter dem Motto „Verantwortung bremst Raserei“ stehende Initiative richtet sich gezielt an Fahrer zwischen 17 und 27 Jahren.
Den Auftakt machte die Kampagne am 4. Februar 2025 am Hohenlimburger Gymnasium. Am Folgetag waren die Berater an der Hildegardis-Schule zu Gast. Am 6. Februar steht ein Besuch an der Fritz-Steinhoff-Gesamtschule an, wo sie mit Schülern über die Risiken von Rasen sprechen werden.
Hintergrund der Aktion ist ein Anstieg illegaler Autorennen in Nordrhein-Westfalen seit 2015, wie die Polizei berichtet. Die Hagener Behörden führen eine kleine Zahl dieser Vorfälle auf schwere oder tödliche Unfälle zurück. Seit 2017 sieht Paragraf 315d des Strafgesetzbuchs für Beteiligte an illegalen Rennen verschärfte Strafen vor – darunter sogar Mordvorwürfe, falls ein Todesfall eintritt.
Ziel der Kampagne ist es, jungen Fahrern zu vermitteln, dass überhöhte Geschwindigkeit die häufigste Ursache für tödliche Verkehrsunfälle ist. Schon geringe Temposteigerungen könnten einen überlebbaren Unfall in einen tödlichen verwandeln, betonen die Berater. Sie hoffen, durch die Schulbesuche die Zahl der Vorfälle im Zusammenhang mit illegalen Rennen zu verringern.
