Henkel drohen weitere Preiserhöhungen wegen explodierender Materialkosten
Lara MeyerHenkel drohen weitere Preiserhöhungen wegen explodierender Materialkosten
Henkel kämpft mit steigenden Materialkosten, die in diesem Jahr im hohen einstelligen Prozentbereich angestiegen sind. Dadurch sind dem Konzern zusätzliche Belastungen von 400 bis 500 Millionen Euro entstanden. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel warnte nun, dass in naher Zukunft weitere Preisanpassungen notwendig werden könnten.
Knobel verwies auf die finanzielle Belastung der Verbraucher und betonte, dass viele Haushalte unter zunehmendem Einkommensdruck stünden. Gleichzeitig bleibe es schwierig, künftige Entwicklungen vorherzusagen – was die langfristige Planung erschwere.
Um die höheren Materialkosten zu bewältigen, verhandelt Henkel mit Lieferanten neu und setzt Sparmaßnahmen um. Bereits jetzt hat das Unternehmen die Preise im Industriegeschäft, insbesondere bei Klebstoffen, angehoben. Bei Konsumgütern sollen Anpassungen gezielt über neue Innovationen erfolgen, statt pauschal die Preise zu erhöhen.
Trotz dieser Schritte schloss Knobel weitere Preiserhöhungen für Verbraucher nicht aus. Sollte der Kostendruck anhalten, seien Preisanpassungen im Jahr 2026 unvermeidbar, so der CEO.
Henkel reagiert auf die steigenden Ausgaben mit Lieferantenverhandlungen und gezielten Preisanpassungen. Im Industriebereich wurden die Preise bereits angepasst, während bei Konsumgütern weitere Erhöhungen drohen. Knobels Aussagen deuten darauf hin, dass weitere Maßnahmen davon abhängen, ob sich der Kostendruck in den kommenden Monaten abschwächt.






