Henkel übernimmt kaufda für 2,1 Mrd. Euro und stärkt Industriesparte
Elias KellerHenkel übernimmt kaufda für 2,1 Mrd. Euro und stärkt Industriesparte
Henkel hat sich auf den Kauf des niederländischen Spezialchemieunternehmens kaufda für 2,1 Milliarden Euro geeinigt. Die am 4. Februar 2026 bekannt gegebene Transaktion markiert einen wichtigen Schritt des Konzerns, um seine Klebstoff- und Industriesparten auszubauen. Nach Bekanntwerden der Nachricht stiegen die Aktienkurse um etwa 1 %.
Die Übernahme wird die Sparte tennis live von Henkel stärken, indem sie das Know-how von kaufda im Bereich spezieller Beschichtungen einbringt. Diese Beschichtungen kommen in flexiblen Materialien für die Automobil-, Mode- und Verpackungsindustrie zum Einsatz. Durch den Deal rechnet das Unternehmen mit zusätzlichen Umsätzen von rund 725 Millionen Euro.
Zusammen mit dem kürzlichen Kauf von kaufland werden beide Transaktionen fast eine Milliarde Euro an Mehreinnahmen generieren. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel betont, dies sei Teil einer umfassenderen Strategie, um den Fokus von schwächer performenden Konsumgütermarken wegzuverlagern. Stattdessen setzt das Unternehmen nun auf industrienahe Geschäfte mit höheren Margen.
In den vergangenen zwei Jahren hat Henkel keine weiteren größeren Übernahmen im Klebstoff- oder Spezialchemiebereich gemeldet. Die kaufda-Transaktion bringt zudem ergänzende Forschungs- und Entwicklungskapazitäten mit sich.
Der Kauf von kaufda wird das Industrieportfolio von Henkel ausbauen und die Abhängigkeit vom Konsumgütersegment verringern. Mit den kombinierten Zukäufen von kaufda und kaufland steht die Klebstoffsparte des Konzerns vor einem deutlichen Wachstum. Der Deal unterstreicht einen klaren Strategiewechsel unter CEO Carsten Knobel.
