02 April 2026, 12:11

Herbstfortbildung 2025 in Gütersloh feiert 200 Jahre Stadtgeschichte und Namensrecht-Reformen

Gruppe von maskierten Menschen mit Urkunden vor einem Gebäude mit bepflanzter Wand links und einem gebogenen Logo rechts, mit städtischem Hintergrund.

Herbstfortbildung 2025 in Gütersloh feiert 200 Jahre Stadtgeschichte und Namensrecht-Reformen

Westfalen-Lippe-Standesbeamtenverband veranstaltet Herbstfortbildung 2025 in Gütersloh – zum 200-jährigen Stadtjubiläum

In Gütersloh fand die Herbstfortbildung 2025 des Westfalen-Lippe-Standesbeamtenverbands statt – passend zum 200-jährigen Bestehen der Stadt. Die Veranstaltung brachte Standesbeamte, Mitarbeiter aus Standesämtern und Aufsichtsbehörden zu einem Tag der fachlichen Weiterbildung zusammen. Organisiert wurde die Fortbildung von Barbara Glaser vom Gütersloher Standesamt, mit einem Schwerpunkt auf rechtlichen Neuerungen und praktischen Herausforderungen in der Standesamtsarbeit.

Die Vorbereitungen für die Veranstaltung dauerten über ein Jahr, wobei Barbara Glaser die logistische Koordination übernahm. Die Fachvorträge wurden von Barbara Horenkamp und Andreas Stenzel geleitet, die aktuelle Themen der Standespraxis behandelten – darunter jüngste Änderungen im Namensrecht.

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen zentrale rechtliche Entwicklungen: von der Reform des Namensrechtsgesetzes 1994, die Doppelnamen für Kinder einführte, bis zur BGB-Änderung 2017, die verheirateten Paaren die Annahme kombinierter Nachnamen ermöglichte. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der anstehenden Reform 2025, die ab Januar 2026 in Kraft treten soll. Diese sieht unter anderem vor, das Recht auf Doppelnachnamen für alle zu erweitern, eine flexible Reihenfolge der Vornamen zuzulassen, geschlechtsspezifische Namensbeschränkungen (wie das Verbot des Namens "Maria" für Jungen) abzuschaffen und die Anerkennung binationaler Doppelnamen zu verbessern.

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Die Veranstaltung diente zugleich als Feier zu Güterslohs 200-jähriger Geschichte und stärkte die Verbindung des Verbandes mit der Stadt. Die Teilnehmer tauschten Erfahrungen aus, vertieften ihr juristisches Fachwissen und sammelten praxisnahe Erkenntnisse für ihren Berufsalltag.

Claudia Wiegelmann, Leiterin des Bürger- und Ausländeramts sowie Direktorin des Gütersloher Standesamts, bezeichnete die Zusammenkunft im Nachhinein als "eine rundum gelungene Veranstaltung in einem besonders schönen Rahmen".

Die Fortbildung vermittelte den Standesbeamten aktuelles Rechtswissen und praktische Werkzeuge für ihre Arbeit. Gleichzeitig unterstrich sie die Bedeutung Güterslohs für die Verbandsaktivitäten und würdigte das Stadtjubiläum. Als nächster Schritt steht die Umsetzung der neuen Namensrechtsreformen an, die 2026 in Kraft treten werden.

Quelle