Howard Carpendales Rache: Vom abgelehnten Sänger zum Clubbesitzer in Köln
Elias KellerHoward Carpendales Rache: Vom abgelehnten Sänger zum Clubbesitzer in Köln
Jahrzehnte, nachdem ihm der Eintritt in einen Kölner Nachtclub verwehrt worden war, kaufte der Schlagersänger Howard Carpendale später genau jenes Lokal. Die Zurückweisung ereignete sich in den 1960er- und 70er-Jahren, einer Zeit, in der sein Musikgenre mit breiter Kritik konfrontiert war. Details über den aktuellen Status des Kölner Clubs hält der Künstler jedoch unter Verschluss.
In den 1960er- und 70er-Jahren hatte die Schlagermusik einen schweren Stand. Carpendale, damals ein aufstrebender Künstler, wurde einst der Zutritt zu einem Kölner Nachtclub wegen seines Berufs verweigert. Der Vorfall prägte ihn nachhaltig, doch den Namen der Location nannte er nie öffentlich.
Jahre später erwarb Carpendale ausgerechnet jenes Etablissement, das ihn einst abgewiesen hatte. Ob er es noch heute besitzt, hat er nie bestätigt. Unterdessen wechselte 1996 in Bielefeld ein weiterer bekannter Nachtclub den Besitzer: Das Café Europa, in dem einst Stars wie Carpendale auftraten, wurde von der Erbengemeinschaft Schäfermeier und Jentzsch an Ekkehard Risken-Brandburger verkauft. Der Übergang vollzog sich zum 1. Januar desselben Jahres.
Carpendales Kauf des Kölner Clubs markierte einen denkwürdigen Moment in seiner Karriere – eine Art späte Genugtuung. Seine Entscheidung, Details geheim zu halten, lässt Fragen zur Zukunft des Kölner Nachtclubs offen. Seine Geschichte sowie der Verkauf des Café Europa spiegeln den Wandel des Nachtlebens und der Musikszene in Deutschland über die Jahrzehnte wider.
