Intelligente Fenster revolutionieren Energieverbrauch in Gebäuden durch dynamische Licht- und Wärmesteuerung
Leon KrausIntelligente Fenster revolutionieren Energieverbrauch in Gebäuden durch dynamische Licht- und Wärmesteuerung
Ein neues Projekt soll revolutionieren, wie Gebäude Licht und Wärme durch intelligente Fenstertechnologie steuern. Die Initiative SmartWin vereint Forschungseinrichtungen und Industriepartner, um kostengünstige und energiesparende Lösungen zu entwickeln. Ihr Ziel: dynamische Fenster, die Licht und Temperatur automatisch anpassen und so den Energieverbrauch in Wohn- und Bürogebäuden deutlich senken.
Am SmartWin-Projekt beteiligen sich führende Akteure aus der Energieforschung und der Entwicklung intelligenter Glaslösungen. Federführend sind das Zentrum für Angewandte Energieforschung (CAE), die SIONIC Smart Glass GmbH, die FITT gGmbH sowie die ALU-CON Fenster- und Fassadenkonstruktionen GmbH. Gemeinsam arbeiten sie an Fenstern, die sich flexibel an wechselnde Bedingungen anpassen – mit besserer Steuerung als herkömmliche Jalousien oder feste Sonnenschutzsysteme.
Gebäude verbrauchen derzeit fast 40 Prozent der gesamten Energie, wobei ein großer Teil für Heizung, Kühlung und Beleuchtung aufgewendet wird – besonders in Bauwerken mit großen Glasfassaden. Intelligente Fenster könnten diesen Bedarf deutlich reduzieren, indem sie Lichteinfall und Wärmeeintrag in Echtzeit regulieren. Anders als frühere Ansätze setzt das Projekt auf kostengünstige Produktionsverfahren wie die Rolle-zu-Rolle-Fertigung, um die Herstellungskosten niedrig zu halten.
Die SIONIC Smart Glass GmbH spezialisiert sich auf beschichtete Folien, die die Sonneneinstrahlung steuern, während FITT und CAE ihr Know-how in Energieeffizienz und angewandter Technologie einbringen. Das Potenzial ist enorm: Allein in Deutschland werden jährlich 15,5 Millionen Fenstereinheiten eingebaut – ein riesiger Markt für diese Innovation.
Gelingt der Durchbruch, könnte die SmartWin-Technologie eine zentrale Rolle in der Energiewende spielen, indem sie den Verbrauch in Wohn- und Gewerbegebäuden spürbar senkt. Dank des skalierbaren Ansatzes könnten fortschrittliche Smart Windows zudem für eine breitere Nutzung erschwinglich werden. Die Partner treiben die Entwicklung nun voran, mit dem Ziel, die Lösung in den kommenden Jahren auf den Markt zu bringen.






