JFW NRW warnt: Verfallende Schwimmbäder gefährden Schwimmausbildung in NRW
Marie KrügerJFW NRW warnt: Verfallende Schwimmbäder gefährden Schwimmausbildung in NRW
JUNGE FREIE WÄHLER (JFW) NRW kritisiert Haushaltspolitik von Bund und Land: Schwimmbäder in Nordrhein-Westfalen verfallen
Die JUNGEN FREIEN WÄHLER (JFW) NRW üben scharfe Kritik an der Haushaltspolitik von Bund und Land, die lokale Infrastruktur vernachlässige. In der Folge seien viele Schwimmbäder in Nordrhein-Westfalen in einem desolaten Zustand – zahlreiche mussten bereits dauerhaft geschlossen oder stillgelegt werden.
Allein im Jahr 2023 ertranken in Deutschland 378 Menschen, darunter 16 Kinder unter zehn Jahren und 29 Jugendliche zwischen elf und zwanzig. Als Ursachen nennen Experten mangelnde Selbsteinschätzung im Wasser sowie unzureichenden Schwimmunterricht. Besonders alarmierend: Rund ein Fünftel der Grundschulkinder in NRW kann nicht schwimmen.
Derzeit betreibt das Land fünf containerbasierte Mini-Schwimmbäder für rund drei Millionen Euro, um Kindern das Schwimmen beizubringen. Die JFW NRW hält diese Lösung jedoch für keine nachhaltige Antwort auf das Problem. Die Organisation fordert den Bund auf, zunächst die eigene Infrastruktur zu priorisieren, und die Landesregierung zum Sanieren bestehender Bäder.
Als Beispiel für fehlgeleitete Investitionen führt die JFW NRW an, dass der Bund 2020 20 Millionen Euro in Radwege in Peru gesteckt habe – Gelder, die stattdessen dringend vor Ort in Schwimmbäder fließen sollten.
Der Appell kommt zu einer Zeit, in der viele Bäder in NRW wegen Baufälligkeit geschlossen bleiben. Die JFW NRW verlangt bessere Finanzierung, um weiteren Verfall zu stoppen und die Schwimmausbildung zu verbessern. Ohne gezielte Investitionen drohe die Gefahr von Ertrinkungsunfällen weiter zu bestehen.






