Junger Apotheker rettet Barbara-Apotheke in Hamm vor der Pleite
Aykut Akkaya, ein 31-jähriger Apotheker, hat die Barbara-Apotheke in Hamm übernommen, nachdem der vorherige Inhaber Insolvenz anmelden musste. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der die Branche mit wachsenden finanziellen Herausforderungen kämpft – Käufer wie Akkaya müssen detaillierte Prognosen vorlegen, um überhaupt eine Bankfinanzierung für solche Übernahmen zu erhalten.
Bereits im Besitz der Zeppelin-Apotheke in Ahlen, die er vor einem Jahr übernommen hatte, brachte Akkaya Erfahrung mit: Vier Jahre lang hatte er die Filiale geleitet und so praktische Kenntnisse im Management einer Apotheke gesammelt.
Die Barbara-Apotheke ist die einzige Apotheke in ihrem Stadtteil von Hamm. Trotz der finanziellen Probleme unter dem vorherigen Besitzer erkannte Akkaya das Potenzial des Standorts und entschied sich für die Übernahme. Um die Kreditgeber zu überzeugen, musste er umfassende Finanzpläne vorlegen – ein Zeichen für die angespannte Lage in der Branche.
Seine Pläne für die Barbara-Apotheke umfassen die Modernisierung der Abläufe und den Ausbau der digitalen Präsenz. Durch erweiterte Online-Dienstleistungen und eine stärkere Nutzung sozialer Medien will er Kunden aller Altersgruppen ansprechen. Eine Strategie, die er bereits in der Zeppelin-Apotheke verfolgt, wo er ähnliche Updates eingeleitet hat.
Akkaya führt nun zwei Teams mit jeweils 13 Mitarbeitenden in seinen beiden Apotheken. Seine Erfahrung als Filialleiter und die jüngste Übernahme der Zeppelin-Apotheke haben ihn auf die Herausforderungen vorbereitet, mehrere Standorte zu leiten. Offizielle Zahlen, wie viele deutsche Apotheken seit 2020 aufgrund von Insolvenzen oder finanziellen Problemen schließen mussten, gibt es jedoch nicht.
Mit der Barbara-Apotheke unter seiner Führung will Akkaya daraus ein erfolgreiches lokales Unternehmen machen. Sein Fokus auf Digitalisierung und Gemeinschaftsbindung könnte zum Vorbild für andere Apotheken werden, die mit ähnlichen Schwierigkeiten kämpfen. Die Übernahme spiegelt zudem einen branchenweiten Trend wider: Finanzielle Hürden erfordern von neuen Inhabern sorgfältige Planung und Weitsicht.
