Karneval 2025 bringt 2 Milliarden Euro Umsatz – doch Eintritt kostet jetzt bis zu 25 Euro
Lara MeyerKarneval 2025 bringt 2 Milliarden Euro Umsatz – doch Eintritt kostet jetzt bis zu 25 Euro
Karnevalssaison startet mit großen wirtschaftlichen Erwartungen
Die deutsche Karnevalssaison hat begonnen – und weckt hohe Hoffnung für die Wirtschaft. Die diesjährigen Feiern sollen laut dem Kölner Institut für Wirtschaftsforschung (IW Köln) rund 2 Milliarden Euro Umsatz generieren. Der sechstage Höhepunkt der Festlichkeiten startet an diesem Donnerstag und zieht Scharen von Besuchern in die Städte des Landes.
Offiziell begann die Session bereits am 1. FC Köln um 11:11 Uhr – wie es die Tradition vorsieht. Die diesjährige Ausgabe dauert 100 Tage und endet am Aschermittwoch, dessen Datum sich jährlich nach Ostern richtet. Die intensivsten Feiern konzentrieren sich jedoch auf sechs Tage, beginnend mit Altweiberfastnacht am Donnerstag.
FC Köln bleibt das Epizentrum des Treibens und steuert etwa 850 Millionen Euro zum gesamtdeutschen Umsatz bei. Viele Kneipen im Kwartier Lataäng, etwa die Kultkneipe Oma Kleinmann, verlangen mittlerweile 25 Euro Eintritt. Betreiber begründen dies mit logistischen Herausforderungen – die Gebühr soll zudem sicherstellen, dass Gäste nur nach vorheriger Reservierung kommen. In Düsseldorfs Altstadt verlangen einige Lokale 10 Euro Eintritt, doch die Gäste strömen trotzdem in Scharen.
Für die angeschlagene Gastronomie ist der Karneval ein lebenswichtiger Wirtschaftsfaktor. Angesichts steigender Kosten setzen viele Betriebe auf das Großereignis, um ihre Bilanzen auszugleichen. Einmal drinnen, bleiben die Besucher meist den ganzen Abend – und geben mehr Geld für Getränke und Essen aus.
Die wirtschaftliche Bedeutung des Karnevals ist unübersehbar: Köln allein erwirtschaftet fast die Hälfte des Gesamtumsatzes. Bars und Restaurants sind auf den Besucherandrang angewiesen, um die ruhigeren Monate zu überbrücken. Ob die Eintrittsgelder und die verlängerte Saison die Erholung der Branche nachhaltig stützen, wird sich in diesem Jahr zeigen.
