Karnevalsprinzessin und -prinz stürmen den Gießener Stadtrat mit scherzhafter Machtprobe
Elias KellerKarnevalsprinzessin und -prinz stürmen den Gießener Stadtrat mit scherzhafter Machtprobe
Gießens Karnevalsprinzessin und -prinz planen eine scherzhafte Aktion im nächsten Stadtrat
Die symbolische Machtübernahme wird die Sitzung am Montag, dem 9. Februar 2026, um 15:30 Uhr einläuten. Das diesjährige Karnevalsmotto "Helden und Schurken" bildet die Kulisse für ein geistreiches Kräftemessen zwischen dem festlichen Paar und den Stadtverantwortlichen.
Die Aktion findet im Sitzungssaal des Rathauses im 2. Obergeschoss statt. Zuschauer können das Spektakel von der öffentlichen Galerie im 4. Stock verfolgen, die zeitgleich geöffnet wird. Der Karnevalsverein verspricht ein 15-minütiges Schauspiel voller pfiffiger Streiche und überraschender Wendungen.
Die Stadtverwaltung ist auf den scherzhaften Angriff vorbereitet: Die Beamten haben eine Gegenstrategie ausgearbeitet, um ihre Rollen in der scheinbaren Machtprobe zu verteidigen. Zwar gibt es in Gießen keine überlieferten Vorfälle dieser Art, doch das benachbarte Pohlheim hat kürzlich eine ähnliche Tradition wiederbelebt. Dort "stürmten" Karnevalsvereine in spielerischer Manier den Parkplatz des Rathauses – begleitet von Musik, Spielen und kulinarischen Angeboten für die kostümierten Gäste.
Die hessischen Behörden stehen solchen Veranstaltungen meist wohlwollend gegenüber. Die Polizei sorgt für Sicherheit, und die Verwaltung anerkennt den Karneval als freiwilliges kulturelles Engagement. Auch die Gießener Aktion folgt dieser Tradition und verbindet Humor mit kommunaler Selbstverwaltung.
Mit dem Streich des Karnevalsvereins zeigt sich die Stadtspitze von ihrer lockeren Seite. Nach der Darstellung wird die Ratssitzung wie geplant fortgesetzt. Das Ereignis unterstreicht, wie alte Bräuche mit spielerischer Leichtigkeit den städtischen Alltag bereichern.
